| Autor | Thema: Bremse am 2140 macht Probleme: Scheibenbremse bzw. Hydraulik-Verteilung |
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| AvaTar Beiträge: 540 | 18.09.2025 - 13:52 ...so, die spontane Schönwetter-Treffen-Teilnahme ist endgültig abgesagt! 🙁Probefahrt nicht bestanden. Aus diversen Gründen bin ich zuletzt immer arg wenig gefahren, und so bemerkte ich vor einiger Zeit schon mal ein Bremsproblem, das danach wieder (scheinbar) weg war - sogar TÜV konnte ich im Juni bestehen, aber jetzt... Abgesehen davon dass auch der Kupplungsgeber suppte (innere Schutzmanschette im Fußraum fast voll Flüssigkeit) hatte ich folgende Schwierigkeiten mit der Scheibenbremse: Nach ein Paar km lässt die Bremswirkung vorne links nach, sodass der Iwan beim starken Bremsen nach rechts auszubrechen bzw. "abzubiegen" droht, wenn ich nicht ganz heftig kräftig gegenlenke. Mal scharf gebremst, wo es mal Spuren hinterlässt, findet man dann meist nur drei Bremsstreifen, nämlich beide hintere und rechts vorne - links vorne also (fast) ohne Wirkung. (vorne links scheint der "kleine" Zylinder trotzdem noch mitzumachen: z.B. auf Sand machts auch die vierte Spur.) Außerdem: Hand auf die Radkappe direkt nach dem Anhalten - vorne links heiißßß (nicht auszuhalten heiß) - vorne rechts "nur ordentlich warm" - ebenso beim Drunterfassen die Bremsen-Schutzbleche: links heiiißß - rechts warm. Reibung = Wärme / Wärme = Reibung -> Ergo: vorne rechts schleift da was - ich tippe mal auf die Bremsklotz-Rückstellung durch die Bremsscheiben-Unwucht. Oder könnte es auch einfach nur sein, dass eine zu alte Bremsflüssigkeit in der "kurzen" Bremsleitung unterhalb des Hauptbremszylinders ihre Hygroskopie soweit ausspielen kann, dass sich nur da Hitze-Wasserblasen in der Leitung oder gar im Bremssattel bilden, sodass die vermuteten Blasen wie eine Feder gegen die Rückstellung andrücken? Irgendwie befürchte ich, die Vorderachs-Bremse komplett neu machen zu müssen, weil der rechte Bremssattel das viele Stehen nicht mochte, obwohl da vorne dran alles erst keine 4-5000 drauf bekommen hat. Was denkt ihr? Gibts ähnliche Erfahrungen, wo die Bremse etwa einseitig heiß lief? Oder neigen diese Bremssättel bzw. diese Bremse womöglich iwie zum Klemmen? Beste Grüsse, Lutz E.
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| Nilson Beiträge: 361 | 18.09.2025 - 17:41 Ich hab meine Bremse immer "normal" entlüftet, also mit 2. Mann und treten. Immer machte der Mossi beim bremsen ein Ruck nach links oder rechts.Eigentlich kannte ich es nicht anders, bis jetzt.Notgedrungen, da mir ein 2. Mann fehlte, hab ich mal was anderes probiert. Ersatzdeckel vom HBZ genommen, loch reingebohrt und ein altes Ventilgewinde reingeschraubt. Dann ganz leicht Druck draufgepumpt und schnell die Luftschraube auf / zu gedreht. Ging super zu entlüften. Sogar alleine. Und nun der Nebenefeckt : Beim Bremsen sofort gleichmäßig Druck, kein wegziehen mehr. Vielleicht klappt es auch bei dir. Vielleicht ist noch Luft drin, dass deshalb die Bremse heiß wird und der Wagen seitlich wegzieht.
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| Nilson Beiträge: 361 | 18.09.2025 - 17:45 Ach ja, du hast auch die richtigen Bremssattel drin? Also Entlüftungsschrauben in der Mitte & oben?Denn wenn du ein falschen Bremssattel drin hast (falsche Seite), dann ist die Entlüfterschraube unten und du bekommst die Luft nicht wirklich raus.
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| Klaus Köpke Beiträge: 451 | 18.09.2025 - 19:56 Das hat nichts mit entlüften zu tun.Da ist ein Bremskolben fest. Dadurch zieht er einseitig und wird heiß.Das kommt durch das lange Stehen.Bremssattel raus und die Kolben auf Leichtgängigkeit prüfen.Dann zieht die Bremse auch wieder gleichmäßig.Gruß Klaus
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| Wurstblinker Beiträge: 523 | 18.09.2025 - 21:31 Manchmal reicht schon: die Klötzer raus, die Manschetten ab und die Kolben bisschen weiter rauskommen zu lassen (z.B. Maulschlüssel oder Flacheisen dazwischen), abwischen, Bremsenpaste, wieder reindrücken. Also einfach saubermachen und ein paarmal rein-raus-Spielchen.Entlüften geht wunderbar alleine, in dem man einen langen PVC-Schlauch auf den Entlüfter steckt (den leicht aufdreht) und den nach oben über den Koti legt oder hinten in die Tür einklemmt. So sieht man beim Pumpen die Luftblasen aufsteigen und auch die Grenze, wenn frische Bremsflü kommt. hilfreich finden: Chris601 |
| AvaTar Beiträge: 540 | 18.09.2025 - 21:44 Hallo Klaus, Hallo Nilson,nach reiflicher Überlegung sehe ich das grundsätzlich auch so wie Klaus. Allerdings: wenn kalt, merkt man nix - gar nix! Da isses offensichtlich gängig genug. Sogar: TÜV bestanden! Nach 10km Anfahrt mit Hänger! Top gleichmäßig-beidseitige Bremswirkung! Und: mit 'Gängig machen' tu ich mich bei allen Bremsenkomponenten auch schwer - wird wohl darauf hinauslaufen, dass der Bremssattel (die Bremssättel beide) neu müssen... 🙁 Erst unter entsprechender (Betriebs-)Hitze verzieht und verklemmt sich da wohl leider was. Ist echt ärgerlich, weil damals als Neuware reingekommen. Das Entlüften isses eher nich - dazu isses zu lange her :-O und zuvor war ja auch alles erst mal problemlos. Wegen der langen Zeit hatte ich so n bissel die Bremsflüssigkeit und deren hygroskopische Eigenschaften in Verdacht - aber auch dazu, bei reiflicher Überlegung, das kann nicht wirklich sein: Es würde sich kein Druck aufbauen können, wenn sich Dampfblasen bilden, denn wenn das Bremspedal NICHT gedrückt ist, ist der gesamte Hydraulikkreis drucklos auf Durchgang - macht man eine Entlüfterschraube im Stand auf oder Bremsleitung rostet durch, kann der oben liegende Vorratsbehälter allein durch Schwerkraft und ohne jeden Druck leer laufen, einfach so, was eben nicht ginge, wenn eine solche Druckdichtigkeit vorläge. Nebenbei @Nilson: Das mit dem Entlüften mach ich übrigens (mangels Hilfsgesellen) auch so. Habs mit nem Unterdruck-Sauger probiert - mit mäßigem bis ohne Erfolg. Darauf kam ich auf die selbe Idee mit dem Druck auf den Vorratsbehälter, quasi abgeguckt von "modernen" Kfz-Werkstätten: Felgenventil in einen passgenau und sauber(!) gebohrten Deckel. Siehe Bild. Funktioniert echt super. (nur das ständige Auffüllen-Müssen ist so lästig - da haben es die Kfz-Werkstätten mit den fertigen Adaptern für Ihre Druck-Entlüfter-Automaten echt bequemer.) Und würde auch gar nicht funktionieren, wenn die Hydraulik so in sich geschlossen für einen vermuteten inneren Eigendruckaufbau wäre. Deswegen dachte ich auch erst, dass nochmal Entlüften vielleicht helfen könnte - aber so recht glaub ich da nicht mehr dran. Hab das so einseitig noch nie gehört oder erlebt, aber klingt bedauerlicherweise zu plausibel mit dem verreckten Bremssattel.
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| Klaus Köpke Beiträge: 451 | 19.09.2025 - 11:59 Warum willst du neue Bremssättel einbauen? Die Idee von Wurstblinker mit dem rein-raus ist nicht verkehrt, aber in ausgebautem Zustand.Die Sicherungsringe der Kolbenmanschetten kriegst du im eingebauten Zustand fast nicht mehr richtig " eingerastet".In der Zeit, die du damit verbringst, die wieder reinzufummeln, hast du sie aus-und wieder eingebaut.Achte darauf, das die Kolben nirgendwo eine Rostblase haben. Denn Rost ist häufig die Ursache des Klemmens.
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| Wik Beiträge: 198 | 21.10.2025 - 20:33 Reparatursatz Bremssattel 2140:https://ebay.us/m/NKpFM8 Pro Sattel ein Rep-Satz Hab ich bei mir verbaut
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| AvaTar Beiträge: 540 | 25.05.2026 - 18:53 ...tja: Schrott/Pfusch!Der äußere große Kolben in der Zange ist FEST! und er wurde noch so richtig "festgerammelt", je weiter der Kolben dem Verschleiß der Bremssteine folgend immer weiter aus seinem Sitz rausgedrückt wurde - was darauf schließen läßt, dass der "Lauf" des Kolbens nach oben enger ('gequetscht' worden?) war. Wie es scheint, gab es da mal eine unsachgemäße Reparatur-Session - und ich hab da leider ne Ahnung, wer das verzapft hat! Vermutlich als die Zange außerhalb des Autos vorbereitend mit neuen Schläuchen bestückt wurde und dazu in einem mutmaßlich viel zu großen Schraubstock mit viel zu viel Kraft eingespannt worden war. Sogar der Ring welcher die Gummimanschette um den Kolben hält, war in drei Teile gebrochen! Der bewusste Kolben war nachträglich nicht mehr aus der Zange rauszubekommen - aber den Sch... wollt ich mir sowieso nicht antun und hatte deswegen die neue Bremszange schon bereit liegen. Auch die inzwischen 'verglasten' Bremssteine natürlich rausgeschmissen. Und weil der Pfusch von damals auch rundgelutschte Schlüsselflächen an den Leitungen umfasst, auch gleich die beiden Bremsleitungen bis nach oben ersetzt. Wat ne Quälerei! Jetzt bremst er endlich wieder! Ciao Lutz der Bremsflüssigkeit HASST! PS: Achtung bei Bremsentlüftung mit Schlauch vom Entlüfternippel bis zum Auffangglas unterm Auto! Löst man nämlich den Entlüfternippel, wird dieser innen im Sitz "angehoben" und die Dicht-Funktion logischerweise aufgehoben, und es kann über das Gewinde sodann Luft rückwärts gesaugt werden! Beim Pedal lösen kann/wird Flüssigkeit rückwärts fließen - deswegen ja der Schlauch IM Auffangbehälter eingetaucht - aber der Unterdruck KANN ausreichen, dass sich Luft am Gewinde "vorbeimogelt"! Selbst so erlebt! Ja, In 9 von 10 Fällen geht das trotzdem gut (weil die Bremsflüssigkeit vergleichweise dickflüssig ist), aber es kommt sporadisch zu solchen Fällen, wo am Gewinde vorbei Luft angesaugt werden kann - und dann wundert man sich, wo beim zehnten und zwanzigsten Mal immer noch Luft herkommt! Druck von oben ist in meinen Augen doch zuverlässiger.
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| Mystic-X Beiträge: 74 | 27.05.2026 - 20:09 Um zu verhindern das über das Gewinde des Entlüfternippels Luft gezogen wird schmiere ich es mit ATE Bremszylinder-Paste ein.hilfreich finden: Chris601 |
| Klaus Köpke Beiträge: 451 | 28.05.2026 - 08:48 Zum Entlüften hole ich dann meine Frau dazu.Nach dem Motto:" Pumpen , Druck, Pumpen, Druck".Da kann dann nichts zurückfließen.
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