AutorThema: Vorstellung/Kupplung
Motschi

geschrieben am:
06.11.2020 13:27

Hallo in die Runde!

Habe mich nun auch endlich mal angemeldet, obwohl ich hier in den letzten Monaten schon so einiges erlesen hatte. (Vielen Dank dafür.)
Ich habe einen rostigen, aber sonst braven 2140er von 1981.
Und natürlich hat er sein Zipperlein:
Leider trennt die Kupplung nicht mehr.
Nach einer Fahrt durch die Stadt, also mit viel Gekupple, parke ich den Mossi nur irgendwas zwischen 15 und 30 Minuten. Dann nach Starten des Motors, kein Gang reinzukriegen. Dachte erst an das hier im Forum beschriebene Festkleben der Scheibe, aber auch durch ausgiebiges Hin und Herziehen des Kleinen (am Seil) mit eingelegtem Gang löst sich nichts.
Soweit zu sehen, wird die Ausrückgabel von der Hydraulik bewegt, wie es sein soll. Macht man die Feder außen von der Gabel ab und bewegt sie mit der Hand, spürt man aber kaum Widerstand.
Da ich noch nie zuvor an einer Ausrückgabel gewackelt habe, weiß ich aber auch nicht, wie es normalerweise ist.
Hat jemand von Euch ne Idee dazu?
Bin für alle Hinweise dankbar.

Viele Grüße
von neuen Sascha
Nilson

geschrieben am:
06.11.2020 13:44

Hallo Sascha,

die Kupplung klebt nur fest, wenn der Wagen lange(über Monate oder Jahre) gestanden hat. Wenn der Hebel unten richtig drückt, dann vermute ich mal, dass sich das Drucklager verabschiedet hat.

Gruß Jens
Klaus Köpke

geschrieben am:
06.11.2020 15:36

Hallo Sascha, ist denn der Kupplungsdruck noch wie vorher oder hat er sich verändert? Sind beim Treten des Pedals Geräusche zu hören, die vorher nicht da waren? Wenn das Drucklager defekt wäre, müsste es beim Betätigen des Pedals Geräusche geben.Meine Vermutung geht in Richtung Mitnehmerscheibe.Vielleicht hat sich der Belag verabschiedet.Gruß Klaus
Nilson

geschrieben am:
06.11.2020 17:03

@ Klaus,

dann würde aber die Kupplung rutschen oder der Mossi würde gar nicht mehr fahren. Seltsam ist auch, dass es - so wie beschrieben - von jetzt auf gleich passierte. Beim einparken alles in Ordnung und plötzlich kuppelt er nicht mehr?
Michi2

geschrieben am:
07.11.2020 14:33

Hallo Sascha,
ich berichte von meinem Phänomen, dass in der Auswirkung deiner entspricht. Ich hatte meine Kupplungsscheibe vor Jahren gewechselt und hatte zuletzt immer mehr Kupplungsprobleme, allerdings sehr schleichend. Viele Male habe ich die Kupplung entlüftet, die Manschetten getauscht. Nix gebracht. Eines Tages, plötzlich, starte ich den Mossi, kein Gangeinlegen möglich, nichts zu machen. Im Endeffekt baute ich die Kupplung komplett aus und siehe da, ich hatte vor Jahren die Kupplungsscheibe falsch herum eingebaut. Diese hatte sich dann ab und zu in der Mitnehmerscheibe festgeklemmt und wieder gelöst, daher die Probleme ab und zu und an dem beschriebenen Tag dann unlösbar darin verkrallt. Das am Mossi 408. Geht sicher auch am 2140!?

Grüße Michi2
tskemper

geschrieben am:
09.11.2020 20:13

Guten Abend,

ich schalte mich auch mal kurz ins Gespräch ein, obwohl ich kein Moskwitsch-Eigner bin, aber mir Saschas Fahrzeug sehr gut bekannt ist. Womit Sascha meiner Meinung nach nämlich nicht recht hat, ist das sein Fahrzeug eigentlich ein braves ist. Die Kupplung wollte vorher nämlich schon nicht so richtig funktionieren. Wir waren uns aber eigentlich schon ziemlich sicher, daß entweder der Geber- oder der Nehmerzylinder oder eben beides nicht mehr richtig dicht ist, denn um geräuschfrei Schalten zu können, mußte man am besten einige Male pumpen.
Aber meint Ihr, daß es sein kann, daß sich die Dichtungen in einem der Zylinder schlagartig verabschieden, sodaß nichts mehr trennt?
Ich finde auch, daß man die Ausrückgabel relativ leicht hin- und herbewegen kann und daß es sich so anfühlt, als sei die Kupplung festgeklebt.
Aber daß jemand die Kupplungsscheibe falsch eingesetzt hat wäre theoretisch möglich, aber abgesehen von dem Pump-Problem machte die Kupplung sonst einen ganz guten Eindruck.
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, daß die ganze Kupplung schlagartig im Eimer sein soll. Vielleicht kann man doch mit neuen Geber- und Nehmerzylindern das Auto zu einem braven Auto machen? Oder ist das unrealistisch?

Beste Grüße

Thomas (eigentlich Citroen-Fahrer...)
Nilson

geschrieben am:
10.11.2020 10:18

Nun, dann fangt doch erstmal mit dem einfachsten an, wechselt die Flüssigkeit bzw. entlüftet erstmal richtig.
Motschi

geschrieben am:
10.11.2020 17:26

Nabend!
Sorry, ich bin nicht dauernd im Netz, eher so ab und zu mal. Daher kanns mal dauern.
Die Flüssigkeit wurde natürlich schon gewechselt. Entlüftet auch, klar.
Die Hydraulik verliert auch bei hundert Mal kuppeln keinen Tropfen Flüssigkeit. Trotzdem musste man immer zweimal treten, um schalten zu können, das stimmt.
Beim Treten des Pedals hat und hatte man auch vorher immer sehr wenig Widerstand.
(Wieso bewegt sich dann aber die Gabel, wenns die Hydraulik ist?)
Chris601

geschrieben am:
10.11.2020 17:28

Die Frage ist, ob sich sich zum Einen genug und zum Anderen im richtigen Bereich bewegt.
Wurstblinker

geschrieben am:
10.11.2020 20:17

Um ganz zum Anfang zurückzukommen:

Die Ausrückgabel kann man ab dem Punkt, wenn das Drucklager am Automat anliegt, nur sehr schwer bis gar nicht mit der Hand weiterbewegen. Die Gabel sollte aber dann noch nicht an der hinteren Gehäuseausschnittkante anliegen.

Eine verbogene Gabel hatten wir doch hier gerade erst. Oder das Drucklager ist zerbröselt...

Wird wohl kein Weg daran vorbeiführen, Getriebe und Kupplungsglocke mal zu demontieren.
Nilson

geschrieben am:
11.11.2020 10:01

@ Wurstblinker

Das denke ich auch. Nebenbei bemerkt ist bei mir mir das Phänomen, das der Kupplungsdruck bei heißen Außentemperaturen nachlässt. Also, du stehst an einer Kreuzung und plötzlich fährt das Auto langsam los.
Ich verliere keine Flüssigkeit, und es ist nur bei sehr heißen Sommerwetter. Ich vermute da auch, dass innerhalb des Zylinders der Druck verloren geht. Ist bei Dir vielleicht genauso, nur schon im Endstadium.
johannes945

geschrieben am:
11.11.2020 12:33

Genau dieses Problem hatte mein 2137 über viele Jahre. Es ist ein Dichtring im Geberzylinder, der es der Flüssigkeit ermöglicht, wieder in der Vorratsbehälter zurück zulaufen. Meine damalige Werkstatt hatte diesen gewechselt, weil festgestellt, mußte ihn aber auf Grund Intervention des Chefs wieder zurückbauen, "Kunde kennt das Problem, und lebt schon viele tausend Km damit"
Will sagen, wenn man es weiß auch auf 100 Tkm kein Problem und man soll ja sowieso nicht mit eingelegtem Gang und laufendem Motor ewig auf der Kupplung stehen.
Mein derzeitiges Auto macht ähnliches, wenn sehr heiss und Motor heiss, jedoch reicht dann der Wechsel der Flüssigkeit (Dampfblasen)
Chris601

geschrieben am:
11.11.2020 12:57

Jetzt kostet so ein Geberzylinder aktuell 30€ als Nachfertigung. Und er ist leicht zu wechseln. Da kann man ja eigentlich auch zur Fehlersuche das Ding erst mal tauschen, oder?

Ich würde es tun, bevor ich zehntausende Kilometer einfach damit lebe...
Wurstblinker

geschrieben am:
11.11.2020 18:51

Gibt schon komische Chefs...

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