AutorThema: Zündung einstellen 407
Flippsie

geschrieben am:
15.09.2020 17:29

Hallo,
irgendwie stehe ich gerade total auf dem Schlauch. Ich bekomme meinen Motor absolut nicht gestartet und ich kann die Zündung nicht einstellen.

Gem. der Anleitung wird die Einstellung für die Oktananzahlausgleicher auf "0" gestellt.
Das Verteilergehäuse wird GEGEN den Uhrzeigersinn gedreht, während der Verteilerfinger IM Uhrzeigersinn angedrückt wird, um das Spiel auszugleichen.

Allerdings ist der Nocken bei mir schon auf der ablaufenden Seite und der Unterbrecher öffnet erst, wenn ich das Unterbrechergehäuse ebenfalls IM Uhrzeigersinn drehe.

Ich habe schon rumprobiert und den Verteilerfingerantrieb um eine Stellung gedreht, ich bin immer auf der ablaufenden Seite.

Ja ich weiss, auf dem Bild steht der Verteilerfinger da, wo ursprünglich der 2. Zylinder ist. Bei mir war der 1. Zylinder dort angestöpselt.

Kann mir vielleicht jemand weiterhelfen, wo gerade mein Denkfehler liegt?

Vieke Grüße, Philippe
Flippsie

geschrieben am:
15.09.2020 17:30

Sorry, 8ch muss gerade tüffteln, wie ich Bild hochgeladen bekomme
Flippsie

geschrieben am:
15.09.2020 17:30

Sorry, 8ch muss gerade tüffteln, wie ich Bild hochgeladen bekomme
Flippsie

geschrieben am:
15.09.2020 17:31

Flippsie

geschrieben am:
15.09.2020 17:31

Flippsie

geschrieben am:
15.09.2020 17:31

Flippsie

geschrieben am:
15.09.2020 17:32

Mystic-X

geschrieben am:
15.09.2020 19:27

Ich tipp mal auf Verteiler um 180° verdreht eingebaut.
Flippsie

geschrieben am:
15.09.2020 19:42

Daran habe ich auch schon gedacht, aber eigentlich würde es ja in dieser Stellung voll Sinn machen, da der Verteiler ja im Gegenuhrzeigersinn dreht.

Ich habe jetzt nochmals den Unterbrecherabstand geprüft, jetzt knallt er zumindest schon mal regelmäßig in den Auspuff. Morgen werde ich mal das Gemisch bisserl verändern, vielleicht springt er dann an.
Sport-Lu

geschrieben am:
15.09.2020 19:57

Ganz allgemein:Man kann sehen das die Zugstange die Grundplatte im Uhrzeigersinn verstellt.Demzufolge muss sich die Verteilerwelle gegen den Uhrzeigersinn drehen.Zündung wird immer nach früh verstellt.
Gruss Jörn
1190

geschrieben am:
16.09.2020 10:54

Hallo, in solchen Fällen würde ich er Stellung von Oktanversteller usw. erstmal keine Beachtung schenken. Erstmal die markierung zzp auf der schwungscheibe mit dem dorn im schauloch der kupplungsglocke übereinbringen. Sicherstellen, dass der erste zylinder dabei auch tatsächlich im arbeitstakt steht, beim kurbeln den finger aufs kerzenloch halten, damit man das Verdichten merkt. Wenn nicht, muss man die KW noch eine runde weiterdrehen. Entschuligt, wenn ich bei Adam und Eva anfange. Dann den Zzp am verteiler einstellen (Handbuch). Falls z.b die ölpumpe in bezug auf die Nockenwelle bei einer Reparatur um einen Zahn versetzt eingebaut wurde, kann es sein, dass die Langlöcher des Verteilers hier nicht reichen und die Nachstellreserve des Oktanwählers ausgereizt werden muss. Abschliessend die Zündfolge prüfen. Verteilerfinger muss auf den ersten zylinder
1190

geschrieben am:
16.09.2020 10:58

...zeigen, dann ensprechend drehrichtung laut handbuch. Wenn immer noch nichts läuft, mechanische fehler in betracht ziehen wie antrieb des verteilers, stift abgeschert, nockenwellenantrieb (pertinaxrad) defekt.
Nilson

geschrieben am:
16.09.2020 15:56

...und die Zündreihenfolge stimmt?
Flippsie

geschrieben am:
16.09.2020 17:11

Danke für euere Hilfestellungen.
Ich muss mich als erstes gleich mal entschuldigen, dass ich hier manche Dinge mehrfach gepostet habe. Ich hatte das direkt vom Handy aus in der Garage gepostet und nach langem Upload waren die Beiträge mehrfach.

Also das Pertinax Zahnrad ist neu und der Dorn steht auf der Markierung. Die Zündreihenfolge stimmt auch.

Ich muss mal warten bis die Batterie mal ordentlich geladen ist, dann dreht der Anlasser auch schneller.

Mich wundert die Beschreibung halt, weil der Kontakt des Unterbrecherhammers auf der anderen Seite der Nocke steht und wenn man dann gegen den Uhrzeigersinn dreht, so wie es in der Ableitung steht, sich ja von der Nocke entfernt.

Aber ich denke, dass es vielleicht auch sinnvoll ist, sich einen einen neuen Verteilet zu besorgen, weil sich der aktuelle schon recht ausgeschlagen anfühlt.
Wurstblinker

geschrieben am:
17.09.2020 16:58

Ist der Motor überhaupt schon mal gelaufen?
Mal Kompression geprüft?
Nicht das hier mehrere Baustellen zusammenkommen.
Flippsie

geschrieben am:
17.09.2020 17:36

Servus Wurstblinker,
der Motor wurde von mir zerlegt und neu abgedichtet.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass jetzt mehrere Baustellen zusammenkommen. Die erste wird meine Batterie sein, die offensichtlich maustot. Nachdem der Motor in einem Vorkriegsopel verbaut ist, hat die Anlage 6V. Leider zeigt die Batterie nach einem Tag am Ladegerät gar nix mehr an, ausser dass sie gerade geladen wird. Aber ich muss mir erst eine neue besorgen.

Also der Anlasser ist ebenfalls 6V vom Opel, die Schwungscheibe ist mit den Markierungen vom Moskwitsch. Auch wenn die Schwungscheiben optisch gleich sind, habe ich lieber die belassen, welche verbaut war.

Gelaufen ist der Motor bei mir noch nie. Die Kompression und das Ventilspiel sollten aber stimmen. Allerdings liegt es oft an den Dingen, die man ausser acht lässt, weil es stimmen sollte oder man selbst was daran eingestellt hat.
Also der Vergaser spritzt ein und schön Absaufen tut er auch. Der Zündfunke ist auch da, aber ich will jetzt gar nicht mehr groß rumdoktoren, solange ich keine Möglichkeit hsbe, den Motor mit einem Anlasser zu drehen. Eine Kurbel habe ich nicht, und wenn die Einstellungen nicht passen, kurbelt man sich tot.
Wurstblinker

geschrieben am:
17.09.2020 19:45

Kann sein, dass ich nicht alles verstanden habe, aber:

Du willst den Motor mit 6V starten, aber die Peripherie wie Verteiler (dem isses egal) und Zündspule sind Moskwitsch also für 12V?

Für einen kurzen Test läuft ein 6V-Anlasser auch mal mit 12V (zumindest beim Trabi hat das schadlos funktioniert). Das könntest du mal probieren.
Flippsie

geschrieben am:
18.09.2020 02:16

Ne ne, die Zündspule ist schon auch 6V.
Ich musste 6V nehmen, weil der Opel Anlasser 6V hat und über einen Masseschalter per Fußpedal betätigt wird.

Ja stimmt, kurzfristig vertragen die such 12V.
Klaus Köpke

geschrieben am:
18.09.2020 18:20

Schraube doch einfach mal die Kerze vom 1. Zylinder raus und prüfe, ob bei OT des 1. Zylinders die Markierungen der Schwungscheibe und der Glocke annähernd gegenüberstehen.Vielleicht hast du beim Zusammenbau was nicht richtig eingestellt.Wäre ne Möglichkeit.
Flippsie

geschrieben am:
22.09.2020 10:29

Vielen Dank für euere Zahlreichen Tipps.

Also es kommen jetzt vermutlich mehrere Einzelbaustellen zusammen.

Als erstes habe ich die Anleitung falsch gelesen. Da wird beschrieben, dass das Verteilergehäuse gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird ... allerdings nur bis die Lampe erlischt und die Kontakte geschlossen sind. Danach wird mit dem Verteilerfinger und dem Geäuse im Uhrzeigersinn gedreht.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Allerdings ist mein Verteilerfinger wohl von einem anderen Modell, da dieser von der Form her für einen rechtdrehenden Verteiler ist. Das sollte aber zunächst keine große Rolle spielen.

So, den besten Zündfunken habe ich mit einer richtig gammeligen und rostigen Zündspule aus den 30er Jahren. Ebenfalls schlucken meine Zündkerzenstecker ordentlich Power. Vermutlich sind diese entstört und haben deswegen einen höheren Widerstand.
In meiner Teile-Wurfkiste waren noch einfache Kerzenstecker, die funktionieren besser.

Eine Prüfung der Kompression lag auf allen 4 Zylindern ziemlich gleich bei 5 kg/cm². Das heisst, dass die Ventile gleich schließen.
Allerdings sollte der Wert bei mindestens 7 liegen.
Hier werde ich mal die Überprüfung der Dichtigkeit der Kolben mit der Ölmethode aus dem Handbuch versuchen.
Aber ich hatte mich schon gewundert, dass bei meinen Kolben ein weiterer zusätzlicher Ölabstreifring verbaut ist. Also sind diese schon nicht mehr original. Aber ich dachte mir, wenn die da drinnen sind, werden die auch mit denen gelaufen sein und "never touch a running system".

Wenn dort allerdings andere Kolben verbaut sind, kann es auch sein, dass diese bereits ein Übermaß haben und da hört es dann mit meinen Fähigkeiten endgültig auf.
Mystic-X

geschrieben am:
22.09.2020 11:30

Ein Multimeter kostet Heute keine 10€. Hat jeder Sonderposten oder Baumarkt. Damit kann man Kabel und Kerzenstecker ganz einfach überprüfen.

Alles wo Strom fließt sollte auch sauber sein. Dein Verteiler sieht so aus wie er nicht aussehen sollte... Rostige Feder, Siftige Kontakte...
Ganz besonders wichtig ist Sauberkeit da wo Hochspannung vorhanden ist! Dreck bildet Kriechstrecken und da geht dir dann die Energie für den Zündfunken verloren.

Wenn der Verteilerfinger falsch ist dann trifft der ja auch schon etwas zusätzlich verspätet auf die Kontakte in der Verteilerkappe. Das musst du dann eben auch noch kompensieren.

Mach mal das:
"Dazu steckt man einen Kerzenstecker mit Kerze an das kurze Hochspannungskabel direkt an der Zündspule und bindet die Kerze mit Draht an die Unterdruckleitung. (Order sonst irgendwo wo sie Massekontakt hat.)
Dann stellt man die Kurbelwelle auf den gewohnten Vor-OT-Punkt, schaltet die Zündung ein und verstellt den Verteiler bis der Funke kommt. Den Verteilerfinger vorher etwas gegen den Uhrzeigersinn drücken (Spiel beseitigen). Geht absolut genau und man kann den Zündfunken beurteilen."
Hab nicht ich erfunden....

Das dein Zylinder 1 auch wirklich auf OT steht wenn die Markierung da steht hast du mal geprüft? Also mit irgendwas durchs Kerzenloch fingern und fühlen ob der Kolben beim Kurbelwelle durchdrehen da wirklich bis ganz hoch kommt?
Bloß weil du Kompression misst muss das noch nicht 100%ig stimmen.

Die knapp 5bar sollten aber eigentlich reichen das der Motor zumindest überhaupt mal irgendwie läuft.
Die "falschen" Kolben könnten ebenso die geringere Kompression erklären. Nicht der Undichtigkeit wegen sondern evtl. wegen anderer Maße.
Flippsie

geschrieben am:
22.09.2020 12:38

Ich wollte mir schon einen neuen Unterbrecher besorgen, habe aber noch keinen gefunden.
Ja da muss ich dir zu meiner Schande gestehen, dass der Verteiler wirklich so aussieht wie im Lehrbuch unter "no go".

Aber ich werde mich mal nach einem neuen Verteiler umsehen. Irgendwie ist meiner total ausgeschlagen und labbrig. Das ist jedemal ein Gefummel, dass die Prüflampe auch anbleibt wenn man die Schrauben festzieht.

Ein Multimeter habe ich. Das hatte ich aber nicht verwendet, als ich eine neue Zündspule und neue Kerzenstecker verbaut habe. Da bin ich nicht davon ausgegangen, dass der Zündfunke an den Kerzen bei der alten Zündspule und den alten Kerzenstecker besser ist.

Aber der Unterbrecherkontakt ist sauber und gibt auch einen deutlichen Funken.
Der Kolben steht auf dem 1. Zylinder oben. Allerdings habe ich jetzt nur die Unterschiede auf der Zündmarkierung zu den anderen Zylindern gefühlt. Ob der erste Zylinder auch auf der OT Markierung exakt oben steht, habe ich noch nicht gefühlt oder gemessen. Das werde ich aber morgen mal machen.

Aber den Tipp, eine Zünkerze mal direkt an die Spule zu klemmen werde ich mal machen.

Der Fehler liegt halt oft in der Summe der einzelnen Dinge.
Flippsie

geschrieben am:
26.09.2020 16:22

So, vielen Dank für all eure Ratschläge.
Der Motor läuft jetzt und springt prima an.

Ich habe jetzt eine alte rostige 30er Jahre Zündspule drauf, die billigsten Zündkerzenstecker und den gammeligsten Kondensator von einem Schlachtmotor.
Wobei der Motor erst nach wechseln des Kondensators angesprungen ist. Ich hätte nicht gedacht, der soviel Einfluss hätte, aber es macht wohl die Summe.

Vielen Dank an alle.

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