AutorThema: sterbende Benzinpumpe
Sport-Lu

geschrieben am:
09.08.2020 19:03

Heute war ich nach 3 Wochen wieder bei meinem Mossi.
Nach der Standzeit ist klar,daß man vorpumpen muss.Das ging aber diesmal nicht.Es kam kein Sprit an.Es hat sich auch anders angefühlt als sonst.Hab den Motor ein paarmal weitergedreht und auch georgelt.Nix.Ich habe dann den Lufi abgebaut ein Schluck Sprit in den Ansaug und Schwimmerkammer.Damit ist er auch gleich angesprungen und lief auch wie sonst.
Was war da los?Irgendwas verklebt oder Ventile verklemmt?Oder liegt die Pumpe im Sterben?
Gruss Jörn!
Mystic-X

geschrieben am:
09.08.2020 20:18

Hast du einen durchsichtigen Vorfilter? Wenn ja wie ist der Sprit-Stand da drin?

Flaschenprobe schon durchgeführt? Also Schlauch am Vergaser ab und in eine Flasche pieseln lassen?

Uns is grad beim experimentieren die Pumpe metallisch klappernd halb gestorben. Da ist die Feder gebrochen die den Stößel wieder zurück Richtung Nockenwelle drückt. Daher hat die Pumpe kaum noch gefördert.

Die Pumpe zu zerlegen ist auch kein Hexenwerk, Reparatursätze gibts auch und ne neue Pumpe kostet auch nicht die Welt. (Lada Pumpen passen auch...)

Gruß
Markus
Sport-Lu

geschrieben am:
10.08.2020 20:41

Der Vorfilter war leer.Wie schon geschrieben funktionierte es nach dem Starten des Motors.
Heute liess sich ganz normal wieder vorpumpen.
Mal sehen wie sich das gewickelt.
Gruss Jörn!
Nilson

geschrieben am:
11.08.2020 12:35

Auch bei mir läßt sich das Benzin nicht immer manuell vorpumpen. Kommt drauf an, wie der Nocken gerade steht. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn ich nach ein paar Wochen ein wenig orgeln muß, so baut sich schon etwas Öldruck auf.
Sport-Lu

geschrieben am:
11.08.2020 20:08

@Jens:Ich hatte den Motor mehrmals mit dem Anlasser weitergedreht.Trotzdem konnte ich nicht pumpen.Oder ein böser Zufall wollte das der Nocken partout ungünstig steht.
Gruss Jörn!
AvaTar

geschrieben am:
13.08.2020 23:49

Hallo Jörn,
diesen 'bösen' Zufall kenn ich, solang ich meinen Iwan hab: der Motor bleibt quasi IMMER so stehen, dass die Benzinpumpe 'gedrückt' ist im Stand. Und seit ich das weiß, hab ich auch öfter als von Betriebs wegen nötig die Haube geöffnet und mal am Benzinpumpenhebel gezogen - sogar auch bei kurzem Halt im Stand - um die Entdeckung zu verifizieren: Der Hebel hat dann immer gefühlte 90% Freilauf und nur 10% Arbeitsgang-Widerstand... Und um händisch vorzupumpen muss ich IMMER erst die Kurbelwelle n Stück weiterdrehen - entweder durch kurzen Schlüsseldreh am Zündschloss oder eben mit Handkurbel. Und seither hab ich n Klappkennzeichenhalter vom 408/412 am 2140 dran sowie ne "Zweitkurbel" im Garagenregal liegen. Ich kann mich nur an ganz ausgewählte, an einer Hand (ohne Daumen) abzählbare Momente erinnern, als das Vorpumpen ohne Kurbelwellendreh gelang. Und außerdem gelang es mir auch nicht, durch egal welcher Art Tricks oder Maßnahmen, den Motor gezielt dazu zu animieren, in einer anderen Stellung stehenzubleiben, nicht durch Gasstoß beim, vor oder nach Zündung aus, nicht durch Abwürgen oder unter Last - das Ergebnis war entweder statistisch gleichverteilt beim kompletten Abwürgen oder trotzdem immer wieder in 'Druckstellung' - und auch nicht mit anderer oder gar ganz ohne Benzinpumpe, weder bis Vergaser leer noch bei Zündung aus davor. Das Herz meines Iwan WILL immer genau so stehen bleiben. Kann es mir nur so erklären, dass es wohl mit den Kompressionsverhältnissen und Widerständen des Ventiltriebs in dieser einen Maschine zu tun haben dürfte.
Warum ich so viel investigativen Aufwand reinsteckte? Neben der reinen Neugier leider auch wegen des anderen Effekts: Auch bei mir "klebt" die Benzinpumpe gerne mal. Hängt halt einfach in gedrückter Stellung fest, auch wenn ich die Kurbelwelle 'freigedreht' hab. Zwei andere Benzinpumpen erbrachten dabei nur geringfügige Verbesserungen jeweils nach dem Umbau. Je länger die drin waren, um so mehr nahm jeweils auch das "Klebenbleiben" wieder zu.
Meist hilft es dann schon, den Hebel ein paar mal etwas hektischer zu ziehen/zu rütteln. Wenn nicht, dann genügt aber fast immer, den Hebel ein paar mal 'schnappen' zu lassen. In den seltenen Fällen, als das immer noch nicht reichte, half es letztendlich, dem Motor noch ein paar volle und kraftvolle Kurbelwellenumdrehungen zu spendieren - bevorzugt elektrisch, aber auch schweißtreibend-schwungvoll per Handkurbel. Die 'gedrückte' Benzinpumpe mag wohl 'personalisierte' Einladungen. Denn einmal als es so aber ganz und gar nich gelingen wollte, da hab ich auch den Vergaser geflutet, elektrische Starthilfe angeschlossen, noch n Sprühstoß Bremsenreiniger als chemische Starthilfe zur rechten Zeit, und dann ist die Benzinpumpe doch noch dem bereits lebenden/laufenden Motor 'zur Arbeit gefolgt', oder so. Lösung? Keine. Keine echte. (Anlasser noch mal 'antippen' wollen nach dem Abstellen is übrigens keine Option - erstens vergisst man's sowieso, und zweitens wenn nich, dann springt der Mossi im heißen Zustand so bereitwillig auf den ersten Zündfunken wieder an, so schnell kannste gar nich wieder ausschalten, und dann dreht er gleich voll durch und hält an wie nach normalem Motorlauf.) Nur: Ersatzbenzinpumpe im Kofferraum hinterm Ersatzrad + das nötige Werkzeug nich vergessen! Und: Nich so lang 'abstehen' lassen.. Bzw. öfter mal ne Runde drehen. ;-)
steve

geschrieben am:
15.08.2020 13:39

ich habe nie Problem mit dem Vorpumpen, deshalb möchte ich noch einen Aspekt in die Runde werfen: es gibt unterschiedlich lange Stößelstangen. Damit kann man den Hub regulieren. Außerdem kann man mit unterschiedlich dicken Beilagen zwischen Kopf und Pumpe ebenfalls den Hub variieren.
Nilson

geschrieben am:
15.08.2020 18:30

@ Steve - (ein wenig OT), du wirst bei Kleinanzeigen gesucht, schau mal unter "Moskwitsch" rein.

Gruß Jens
Sport-Lu

geschrieben am:
16.08.2020 17:18

Ja Lutz,genau so muss es gewesen sein.Klebende Pumpe.
Aber sie tut es noch.Ich bin seit Freitag 400km problemlos gefahren.Geht.
Gruss Jörn!
Sport-Lu

geschrieben am:
16.08.2020 17:18

Ja Lutz,genau so muss es gewesen sein.Klebende Pumpe.
Aber sie tut es noch.Ich bin seit Freitag 400km problemlos gefahren.Geht.
Gruss Jörn!
Sport-Lu

geschrieben am:
16.08.2020 17:19

Ja Lutz,genau so muss es gewesen sein.Klebende Pumpe.
Aber sie tut es noch.Ich bin seit Freitag 400km problemlos gefahren.Geht.
Gruss Jörn!
Sport-Lu

geschrieben am:
16.08.2020 17:19

Ja Lutz,genau so muss es gewesen sein.Klebende Pumpe.
Aber sie tut es noch.Ich bin seit Freitag 400km problemlos gefahren.Geht.
Gruss Jörn!
Klaus Köpke

geschrieben am:
18.08.2020 09:22

Soviel Aufwand um Kraftstoff vorzupumpen.Gut, ich komme selten in die Verlegenheit,vorpumpen zu müssen, da ich fast jeden Tag mit meinem Mossi unterwegs bin.Wenn es doch mal sein muß:Fahrertür auf,Motorhaube natürlich auch. Eine Hand am Zündschloß, die andere am Pumphebel der Pumpe und dann wird solange ganz kurz angestartet,bis ich am Hebel merke , das ich vollen Hub habe.So einfach.Außerdem habe ich , wie viele von euch sicher auch, einen Feinfilter vor der Pumpe. Da kann ich dann schön sehen, wann Kraftstoff kommt.
Noch ein Hinweis zu den Lada Pumpen.Beim Treffen in Quickborn haben wir gesehen, das nicht jede Pumpe passt.Da ist beim Starten der Stößel der Pumpe weggebrochen.
Mystic-X

geschrieben am:
18.08.2020 19:26

Zu den Lada Pumpen mal von mir noch ein weiterer Hinweis.
Lada Samara also 2108 etc. fällt auch aus diese Pumpen sind für EInspritzer und bauen daher für Vagaser einen viel zu hohen Druck auf.
Lada Niva dürfte deswegen vermutlich auch ungeeignet sein. Zumal hier der Abgang nach Oben raus geht, das is beim Mossi sowieso unpraktisch.

Pumpen die für 2101…2105 sind sollten verwendbar sein.

Steve hat da ja schon den Hinweis gebracht das die Pumpe auf richtigen Abstand gebracht werden muss so das der Stößel nicht zu weit in die Pumpe "einschlägt" sondern nur so das die Pumpe vollen Hub macht.


Mal eine Frage zu den Filtern.
Füllen sich bei euch die Filter komplett mit Benzin oder bleibt, so wie bei mir, immer Luft im Filter?
AvaTar

geschrieben am:
18.08.2020 23:54

@steve: bei mir sind auch Unterleger verbaut - so ca. 6mm dickes Plastik- oder Pertinax-Teil in Form der Dichtung, das am Ersatzmotor in der Garagenecke fehlte. Hab da die Benzinpumpe nie "in Betrieb" gehabt, und weiß auch nich, wie da die Kurbelwelle steht. Aber am Arbeitsherz meines Iwans scheint die Einstellung grundsätzlich zu stimmen, wenn der Stößel nich bricht und ich bei maximalen Arbeitshub im eingebauten Zustand noch gefühlte 10% Resthub spüre.
@Jörn: meine tut's auch noch. Hatte mal in (falschem) Wartungseifer eine "etwas originalere" Pumpe aus meinem Fundus eingebaut, mit der ich außerdem des "virtuellen Turbolochs" Herr werden wollte, nur dass sich dessen Ursache letztendlich nicht in der Benzinfördermenge sondern in der Zündanlage fand. Jedenfalls neigte diese Pumpe ganz besonders stark zum Klebenbleiben. Jetzt ist die dritte Pumpe aus meinem Fundus drinne, und "klebte" aber auch schon ein- oder zweimal. Aber das ist verkraftbar auf die letzten beiden TÜV-Perioden mit allemal viel zu wenig "Bewegung".
@Klaus: ich tue nichts anderes, nur dass ich wohl nich so lange Arme hab. Wenn ich beim prüfenden Griff unter die offene Haube - wie eigentlich üblich - feststelle, dass die Benzinpumpe im Voll-Hub steht, hole ich entweder die Zweitkurbel aus dem Regal oder drehe auch kurz am Zündschlüssel. Nur dass ich nicht erfühle sondern inzwischen tatsächlich höre, wenn sich die Motorinnereien genug weitergedreht haben, damit sich die Benzinpumpe frei von Hand durchziehen lässt - zumal sich das Klangbild beim elektrischen Durchdrehen explizit "asymmetrisch" anhört.
@Markus: so nen durchsichtigen Schlauch-Inline-Filter hab ich auch. Geradezu unerlässlich bei Startproblemen mit Vergasermodellen ohne Schauglas, denn eine nicht funktionierende Benzinpumpe kriegt man sonst einfach nich mit. Hab mir Anfangs nen Wolf gepumpt, da ich den Unterschied zwischen Pumpe im Vollhub-Handbetrieb, klebengebliebener und - besonders gemein - nur auf 10% Resthub überhaupt fördernder Pumpe nich kannte. Erst mit dem Inline-Filter kriegst dann mit, dass das ganze Gezerre an dem Handhebel nix als Akrobatik war und man den Pumpenstößel erst freidrehen muss, bevor man effektiv was fördern kann - und eben auch, dass die Pumpe manchmal kleben bleibt. Jedenfalls bleibt auch bei mir ne Luftblase im Filter, und geht auch üblicherweise nich weg. Und wenn doch - vielleicht mal nach Langstrecke in "fordernder" Gaspedalstellung, wie etwa mit dem QEK am Haken - dann is die Luftblase mal mehr mal weniger groß zumeist schon am nächsten Tag trotzdem wieder da, wobei ich in dem Zusammenhang aber auch ne winzige Undichtigkeit an den Schläuchen ausgemacht hab, die mir ein besonders schnelles Rücklaufen in den Tank zurück und besonders häufig nötiges Vorpumpen einbrachte. Die Luftblase im Filter hält ansonsten jedenfalls keine spür- oder erklärbare Auswirkung parat.
Flippsie

geschrieben am:
11.09.2020 02:29

Hallo,
ich hatte bei meinem 407 das Problem, dass die Benzinpumpe bei laufendem Motor nicht fördert, mit der Handpumpe jedoch schon.

Jetzt habe ich oben gelesen, dass es wohl unterschiedlich dicke Zwischenscheiben gab.
Bei einem Motor war keine Scheibe verbaut, ich habe dann eine von Opel reingemacht. Jedoch hat die Pumpe nicht gefördert. Ich habe die Zwischenscheibe wieder rausgemacht und jetzt fördert die Pumpe wieder.
Gibt es auch die Möglichkeit, dass es auch Motoren ohne Zwischenscheibe gab? Das kann ich mir jetzt weniger vorstellen, das Zwischenstück ist doch auch als Hitzeschutz gedacht.


Sport-Lu

geschrieben am:
11.09.2020 20:56

Wenn sie fördert ist doch gut.Ich würde die Pumpe nur mit einer Dichtung zum Gehäusen hin verbauen und sehen wie sich das ganze nach ner Stunde Fahrt verhält.
Gruss Jörn!
Flippsie

geschrieben am:
12.09.2020 17:48

Okay, ich habe gerade festgestellt, dass es ohne das Isolier-/Zwischenstück gar nicht geht. Da sieht man förmlich wie es die Benzinpumpe biegt, weil der Druck zu stark ist.
Wie dick ist denn ein originales Zwischenstück?

Hat vielleicht jemand auch eine Grundeinstellung des Vergasers? Ich bekomme den Motor nicht gestartet.

Philippe
Flippsie

geschrieben am:
12.09.2020 18:12

Okay, ich habe gerade festgestellt, dass es ohne das Isolier-/Zwischenstück gar nicht geht. Da sieht man förmlich wie es die Benzinpumpe biegt, weil der Druck zu stark ist.
Wie dick ist denn ein originales Zwischenstück?

Hat vielleicht jemand auch eine Grundeinstellung des Vergasers? Ich bekomme den Motor nicht gestartet.

Philippe
Chris601

geschrieben am:
12.09.2020 18:17

Eine kleine Anmrkung zu Mystics Beitrag: bei meinem 2140 war über viele Jahre eine Samara-Pumpe verbaut. Außerdem fahre ich einen Vergaser Samara. Das waren nicht alles Einspritzer. Außerdem sollten die Einspritzer-Samaras auch eine elektrische Pumpe besitzen.
Flippsie

geschrieben am:
12.09.2020 18:23

Also ich habe gesehen, dass mein "moderneres" Zwischenstück von Opel ca. 7mm hat.
Bei meinem K38 Motor ist das Zwischenstück nur halb so dick. Ich muss mal das probieren.
Flippsie

geschrieben am:
13.09.2020 14:51

Vielen Dank,
die Frage nach einer Grundeinstellung des Vergasers hat sich erübrigt. 2,5 Umdrehungen der Gemischschraube sind im Handbuch angegeben.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag,
Philippe

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