AutorThema: Einordnung Modellreie AZLK 2140
Mossibene

geschrieben am:
16.07.2020 09:45

Hallo,Forum,

mein Mossi wurde 1978 als AZLK 2140 in der DDR zugelassen, sieht von hinten auch aus wie ein 2140er, von vorne aufgrund des Kühlergrills und der Scheinwerfer aber eher wie ein 412er, gabs da ein spezielles Exportmodell?

Ich bin leider zu ungeschickt um hier 2 Bilder reinzukriegen...…..

gruss Bene

Wurstblinker

geschrieben am:
16.07.2020 12:56

Eher nicht.

Da wurde wahrscheinlich mal was gebastelt. Sei es aus Mangel an verfügbaren Teilen nach Unfall oder Drang nach Individualisierung.

Meistens war´s andersrum: Altes Heck und neue Front nach Unfall oder Durchrostung. Vorne geht das auch etwas einfacher als hinten.
Nilson

geschrieben am:
16.07.2020 20:29

Wobei aber auch bei der Front geschweißt werden mußte. Die Scharniere der Motorhaube und deren Halter (das sie nicht zufällt) mußten umgebaut werden. Die Scharniere waren beim 412 oben drauf geschraubt, vom 2140 vorne hinterm Kühlergrill, der Halter war beim 412 in der Mitte, beim 2140 links.
Klaus Köpke

geschrieben am:
26.07.2020 10:33

Hallo in die Runde.Ich habe mir eben im Register den Wagen von Mossibene mal angeschaut.Es handelt sich hier bestimmt um einen Umbau. Aber in DDR unüblicher Weise.Ich kenne das andersrum. Vorne 2140 und hinten original, weil, wie schon bemerkt, der hintere Umbau mehr Aufwand benötigt.( Kotflügel und Heckblech geschweißt).Was mich aber noch mehr verwundert,ist,das der Wagen ein H-Kennzeichen trägt.Denn für ein H-Kennzeichen ist beim TÜV Originalität Grundvoraussetzung.Da reicht schon eine zu krasse Farbe in der der Wagen nie ausgeliefert wurde, um das H-Kennzeichen zu verweigern.Ist jedenfalls bei uns so.
Mystic-X

geschrieben am:
31.07.2020 16:32

Zum Umbau und H-Abnahme.
Glaubt ihr wirklich das jeder Prüfer weiß wie ein Moskwitsch 2140 auszusehen hat?
Vermutlich hat der Prüfer nicht einmal gemerkt da er da einen Umbau vor sich hatte!
Hier im Osten kennen vermutlich noch viele Prüfer solche Fahrzeuge. Aber im Allgäu ist ja ein Moskwitsch nun noch ungewöhnlicher als hier.

Außerdem gilt immer noch:
Zitat TÜV Süd: "Änderungen, die nachweislich innerhalb der ersten 10 Jahre nach Erstzulassung oder gegebenenfalls Herstellungsdatum erfolgt sind oder hätten erfolgen können, sowie Änderungen innerhalb der Fahrzeugbaureihe, sind zulässig. Nicht zeitgenössische Änderungen, die nachweislich vor mindestens 30 Jahren durgeführt wurden, sind auch zulässig."
Quelle: https://www.tuvsud.com/de-de/-/media/de/auto-service/pdf/broschueren-und-flyer/anforderungskatalog-oldtimer.pdf

Also vollkommen legitim hier Teile zu verbauen die aus einer früheren Baureihe stammen.
IMHO aber durchaus einen Vermerk in den Papieren wert! Da muss nicht mehr stehn als Fahrzeugfront Umbau auf Moskwitsch 412.

Dieses ganze rumgespinne mit Originallacken etc. entspringt den Gehirnen von Prüfingenieure mit Originalitätsfetisch. Daher haben es Fahrer von alten Tuningautos heute auch so schwer das H zu bekommen. Rechtlich ist da sehr viel machbar man muss nur den richtigen Prüfer finden.
Rechne ich 1978+10 ist das 1988. Da wären Alufelgen und ein Tieferlegungsfahrwerk, GFK-Verspoilerung inklusive Katzentreppe, (sofern es sowas für Moskwitsch gegeben hätte), Schalensitze etc. also vollkommen OK. Ein Metalliclack sowieso, die gabs schon viel früher.

Ob man das schön findet sei mal dahingestellt! Aber das hat den Prüfingenieur nur in sofern zu interessieren das es ordentlich ausgeführt ist.

Klaus Köpke

geschrieben am:
02.08.2020 18:19

Also, die Aussage , das ein TÜV Prüfer einen Umbau nicht erkennt, ist in Zeiten von Google wohl eher nicht richtig.Richtig ist, das die Tagesform von so einem Prüfer eine entscheidende Rolle spielt. Ich selber habe so etwas zwar noch nicht erlebt, aber ich weiß es von einigen Bekannten, das es oft unmögliche Gründe seitens der Prüfer gibt, um eine Plakette zu verweigern.Ich will bewußt nicht von Willkür reden.

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