AutorThema: Bremslichtschalter 2140
AvaTar

geschrieben am:
24.06.2019 22:15

Hallo Gemeinde,

Die gute Nachricht vorweg: Neuer TÜV - Haken dran! Zwei Jahre Ruhe! :-)

Die schlechte Nachricht: Da der Iwan ne ganze Weile zu stehen kam, hat er sich paar Standschäden geholt. Drei Benzinschläuche - mehr hat er ja gar nit - rissig, und bis ich geschnallt hatte, dass es alle dreie sind..... Hinten eine Bremsbacke festgegammelt - deswegen erst mal durchgefallen, ab nach hause, Bremstrommel runter, Bremsbacke gangbar gemacht, und dann wieder hin. Und eben dieser Bremslichtschalter!

Und an DEM hätt ich mir das Vorhaben TÜV heut beinah selbst versaut!
Irgendwie hat der halt gehangen, und WD40 von der Seite brachte erst mal keine Linderung. Und da hab ich genauer hingeschaut, und irgendwie hätt der halt auch bissel rausgeschraubt werden müssen - Gesagt, getan!
Und: Oooops! Das Ding hing auf der letzten Rille! Quasi sofort nachdem ich die Kontermutter gelöst hatte, hatte ich den schon in der Hand! Fühlte sich jedenfalls nich wirklich Original und Serienmäßig an! Und ich brachte den mit WD40 dann auch frontal behandelten Schalter ums Verrecken nich mehr in der Position fest, dass der Bremslicht-Schaltpunkt gepasst hätte. Tschüss, letzte Rille...
Was nun?
Ich kam auf die glorreiche Idee, den Druckstift bissel zu kürzen. Also ab in den Keller, Schleifmaschine angeschmissen, Stift mit der Zange festhalten und n bissel abgeschliffen...
UND DANN die große böse Überraschung!!! Der Stift war kein Stift, sondern so ne Art "Becher", in dem die Druckfeder unterkommt! Und ich Blödmann schleife grad den Boden des "Bechers" weg!!! Na toll! Und inner Stunde sollte es zum TÜV gehen...
Ab in den Keller, Fundus durchwühlen - NIX! Kein Ersatz da! Jetzt war guter Rat mal wirklich teuer! Kleber? Schraube? Verzweifeln? Nach bissel grübeln fand ich folgende Notlösung: Feder in den Becherrest zurückdrücken und mit nem schmalen Schraubenzieher möglichst gut drinne festhalten und dann den Rand des Becherrests im Schraubstock vorsichtig bissel zusammenquetschen, zumindest so n bissel, sodass die Feder drinne bleibt aber die Lauffähigkeit im Schaltergehäuse nich gefährdet werden würde. *fg* Nun ja... *klopfmirselbstaufdieSchulter* Und sinnvoll einstellen ließ er sich auch noch!
Aber ich wollte mich hier nich nur selbst beweihräuchern, sondern das selbstgebackene Problem war dadurch schließlich nur TEMPORÄR gelöst! Es MUSS standesgemäßer Ersatz her!

Und da setzt jetzt - ja, tatsächlich jetzt erst - der eigentliche Grund für diesen Post ein!
Denn was ich so an bebilderten Ersatzteil-Angeboten fand, weicht doch ERHEBLICH von dem ab, was ich da vorhin in der Hand gehalten hab. Die angebotenen Schalter sind alle (angeblich) für Lada UND Mossi, und sie sind - zumindest auf den Bildern - so lang wie n Ikea-Bleistift. Jedenfalls ganz und gar nich das selbe Teil wie bei mir vorgefunden...





Daher meine Frage an euch, vor allem die mit Kentnissen von früher: Was is das für'n Teil? Hat da einer meiner Vorbesitzer womöglich mal was Innovatives ausgetauscht, weil die Originallösung vielleicht zu unzuverlässig war? Der Stempel auf der rechten Seite sieht mir aber doch iwie arg russisch-werksmäßig aus. Ick wees nich! Wo kommt das Teil nur her? Bzw. wo krieg ICH so eins als Ersatz???







Ciao
Lutz
Ulli

geschrieben am:
25.06.2019 00:11

Sieht aus wie Bastelwerk. Wenn Du sagst, der Schalter greift auf der letzten Rille, bedeutet dies, der ist eigentlich zu kurz. Ein handelsüblicher Schalter, ZB. von Hella, sollte da passen, der ist schon mal viel länger.

Ich hatte mal das Problem an einem alten Fiat, der von Hella war genauso wie der italienische Schalter, nur anstelle aus Messing eben schon aus Plastik. Und der vom Lada ist ebenfalls identisch und am Golf 1 war der auch genauso.

Der, den Du da hast, sieht verdächtig aus nach dem Bremsschalter vom russischen Traktor Belaruss. Auch der ist trotz der Form und Größe mechanisch, zumeist sind die kleinen runden Knubbel hydraulische Schalter, aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte.
Wolf412

geschrieben am:
25.06.2019 05:02

Wolf412

geschrieben am:
25.06.2019 05:05

Hallo, so sieht es beim mir aus, die langen Schalter habe ich auch schon bei einigen Händlern gesehen und mich gefragt wie das gehen soll.

Wolf412

geschrieben am:
25.06.2019 05:07

Oh! falsches Bild, meinte das hier.

1190

geschrieben am:
25.06.2019 21:58

mglw. 2103-3716630 Rückfahrschalter für 4-Gang Lada, z.B. erhältlich bei Miko...
AvaTar

geschrieben am:
25.06.2019 22:46

@Ulli: Da der auf der letzten Rille griff, kann das nicht heißen dass der Schalter zu kurz wäre, sondern - und deswegen kam ich ja auf die blöde Idee mit dem Abschleifen - dass der Schaltstift zu weit rausguckt bzw. der Kontaktpunkt des Schalters zu weit draußen bei ausgefahrenem Stift liegt. Und wenn ich mir die Lada/(angeblich)Mossi-Schalter so angucke, dann schaut deren Stift nach Eindruck der Abbildungen sogar noch weiter raus - was aber keinen Rückschluss auf den Kontaktpunkt zulässt. Ist der dann auf den ersten Mikrometer oder ersten der Stift auf nahezu voller Länge reingedrückt wurde?

@Wolf: ich behaupte mal, das sieht eigentlich so aus wie bei mir. Ergo entweder doch keine Bastellösung oder eine sehr sehr übliche...
Ulli

geschrieben am:
26.06.2019 00:51

Ich habe noch mal an meinem 408er nachgesehen und auch im Ersatzteilbuch – naja, aussehen tuen die ja alle so gut wie genauso. Das mit der „ersten bzw. letzten Rille“ war jetzt mal so ein Denkfehler meinerseits :)

Aber wenn man mal im I-Net nachschaut, gibt es solche bzw. ähnliche eigentlich zu Hauf. Sind aber eben alles keine mechanischen Schalter, sondern immer nur hydraulische Versionen. Sehen zum Verwechseln ähnlich – da fehlt dann nur der herausstehende Stift. So einer wie bei Dir ist ja kaum bis gar nicht zu finden, höchstens welche von Traktoren, die sind ähnlich oder eben nur diese länglichen Teile.

Vielleicht kann da der Herr Schneider weiterhelfen, der hat doch immer ein recht gutes Teilesortiment.
AvaTar

geschrieben am:
26.06.2019 08:17

...also einen einzigen optisch ähnlichen hatte ich gefunden, bei Ural Hamburg. Wenn ich da "Bremslichtschalter" als allgemeinen Suchbegriff eingebe, kommt als 12. und allerletzter Artikel ein "Bremslichtschalter für Handbremse" raus, ArtNo. OC-30, leider ohne jeglichen Hinweis, wo das Ding tatsächlich hingehört. Allerdings sieht mir bei DEM das Gewinde auch ne Nummer zu klein aus.

Aber der Tipp von "1190" - Schade, dass ich Dich nich namentlich lobend erwähnen kann - scheint ins Schwarze zu treffen! Was ich unter der Nummer ad hoc in der eBucht vorfinde, könnte tatsächlich das Richtige sein... Und das wär echt klasse!
Wolf412

geschrieben am:
26.06.2019 09:13

Im Prinzip kann man jeden passenden Schalter nehmen , Du musst nur aufpassen das Du einen nimmst der beim loslassen schließt und nicht öffnet. Die Rückwerts Gang Schalter vom Mossi ( sehen änlich aus) sind genau andersherum das sind Schließer, Du brauchst einen Öffner.
Ulli

geschrieben am:
26.06.2019 09:40

Der Rückfahrschalter (zB. Fiat 124 Spider oder auch Lada 4-Gang) hat Kontakt, wenn der Stift hereingedrückt ist. Auch der Handbremsschalter von Ural Hamburg dürfte so funktionieren (hatte ich auch schon einen Blick drauf geworfen).

So wie ich das sehe, muss der Bremslichtschalter aber Kontakt haben im gelösten Zustand, also der Druckstift ist draußen.
Wolf412

geschrieben am:
26.06.2019 09:58

Ich schrieb du (Du musst nur aufpassen das Du einen nimmst der beim loslassen schließt ), er schließt den Stromkreis also gibt er Kontakt.
Wolf412

geschrieben am:
26.06.2019 10:01

Übrigens wird der Schalter permanennt gedrückt erst wenn die Bremse betätigt wird ist er nicht gedrückt.
1190

geschrieben am:
26.06.2019 11:46

Danke Avatar, denke schon, dass es dieser Lada-Schalter ist, zumal man ja den Dichtring auf Deinen Bildern noch sieht. Das Ding heißt allgemein "BK 415", ist aber unter der Lada Nr. leichter zu finden. Der Moskw.-Bremsschalter hat m.E. einen Kunstoffstift, der Getriebeschalter aber einen aus Metall. Beide schalten ein, wenn der Stift losgelassen wird, für einen Bremslichtschalter normal, für Getriebschalter eher ungewöhnlich. (Ich hab aber in einen Lada Schaltplan geguckt, wo dieser Schalter als "Röntgenbild" dargestellt ist.) Die 5- Gang Getriebeschalter haben meist eine Kugel, die beim Reindrücken anschaltet, sehen also nichtmal ähnlich aus. Also hoffen wir, dass sies nicht alles Theorie ist! Gruß Lukas
AvaTar

geschrieben am:
26.06.2019 13:07

Ich hatte grad den selben Gedankenblitz wie ihr drei - und zwar noch bevor ich eure letzten Postings überhaupt lesen konnte: "Moment ma', Rückfahrlicht? Da musses doch Kontakt geben beim Drücken = wenn R-Gang eingelegt?!" Dann wär die ganze Sache hinfällig...
Aber in einigen Angeboten in der eBucht (leider nich beim mikromare) ist n Schaltschema hinterlegt - und da ist tatsächlich zu erkennen, dass es n Öffner is bzw. sein soll! Ungewöhnlich für n R-Gang-Schalter, aber wenn's denn so is, is auch gut! Irgendwo in den Angeboten steht auch was von M14-Gewinde - auch das scheint mir plausibel. Kann es nich nachmessen, hab keinen Messschieber (immer noch nich.....) Konnte nur mal diverse Maulschlüssel drüber stecken oder es zumindest versuchen, denn nur der 13er passte noch zwischen Kontermutter und Schalter, aber nich mehr über den Gewindeschaft. Meine 14er und 15er Maulschlüsselauswahl is allesamt zu dick am Kopf - und Ausbauen muss jetzt nich sein. Nix hält so lang und so gut wie n Provisorium...
Beim Hantieren mit den Maulschlüsseln als "Messgeräte" is mir jetzt auch tatsächlich das erste mal der Dichtring so richtig aufgefallen! Tatsache! Da is einer drauf! Gutes Auge, Lukas!
Spricht immer mehr dafür, dass es tatsächlich genau dieser R-Gang-Schalter is - wie auch immer da einer in der Vergangenheit drauf gekommen is, das GENAU DER DA passt. Komisch nur, dass mein Iwan angeblich - außer rings um den Motor, der mal ausgetauscht wurde - innen und hinten komplett original sein sollte...
Wieauchimmer: Werd so nen Schalter wohl mal bestellen... - oder auch zwei. Der (Ex-)DDR-Bürger hat ja gerne was auf Vorrat liegen. ;-)
Daniel1

geschrieben am:
30.06.2019 14:26

Hallo,


meine Freunde im Radioforum fanden dieses
recht praktisch: https://www.db-shop24.de/Bremslichtschalter-mechanisch-M12x10-mm

Schaut mal ...
AvaTar

geschrieben am:
30.06.2019 14:55

Hallo Daniel,
interessant, aber leider nicht zu gebrauchen, da ich M14-Gewinde habe. Und die hat dieser Shop leider nich im Programm. Die Lieferung der Lada-R-Gang-Schalter hab ich übrigens bereits erhalten, und obwohl Mikos Shop-Abbildung - mal wieder, muss man leider sagen - von dem Teil im Karton leicht abweicht (ich hasse sowas!) passen die Teile. Die angesprochene Abweichung bezieht sich darauf, dass der Schalter-Körper (mit der Schlüsselweite) deutlich flacher ist als abgebildet und auch als bei meinem (noch) eingebauten Schalter.

Man könnte jetzt drüber nachdenken, Daniels vorgeschlagenen M12er Schalter mit den zwei Müttern in das M14er Loch mit einer Mutter auf jeder Seite des Blechwinkels zu verschrauben, doch dadurch würde sich der Pedalanschlag ändern, incl. dessen Ruhestellung und des Pedalwegs - und das riskier ich erst mal nich, wenn ich inzwischen dem richtigen Tipp folgen konnte.

Ciao

Lutz
Daniel1

geschrieben am:
01.07.2019 13:52

https://www.db-shop24.de/media/image/product/5397/lg/bremslichtschalter-mechanisch-m12x10-mm.jpg
Daniel1

geschrieben am:
01.07.2019 13:54

Daniel1

geschrieben am:
01.07.2019 13:55

https://www.db-shop24.de/media/image/product/5397/lg/bremslichtschalter-mechanisch-m12x10-mm.jpg
Daniel1

geschrieben am:
01.07.2019 13:57




https://www.db-shop24.de/Bremslichtschalter-mechanisch-M12x10-mm
Daniel1

geschrieben am:
01.07.2019 13:57

Den hier meine ich.
AvaTar

geschrieben am:
01.07.2019 14:33

...ja, ich auch. Leider unbrauchbar, weil M12 - bräuchte aber M14, was der Lada-R-Gang-Schalter aber hat!
Daniel1

geschrieben am:
01.07.2019 21:47

Mit zwei Muttern lässt sich der doch genial fixieren, Federring und das müsste doch halten.
AvaTar

geschrieben am:
02.07.2019 07:46

Hallo Daniel,

wie ich schon schrieb, würde sich dadurch der Endanschlag und damit die Pedalposition und letztendlich der Pedale ändern. In meinem ersten und dritten Bild sieht man, dass der Winkel am Pedal, der auf den Bremslichtschalter drückt, auch gleichzeitig Endanschlag für das Pedal ist und den Winkel, in dem der Schalter gehalten wird in Ruhestellung ohne Abstand berührt. Würde man in dieses Blech jetzt "Deinen" Schalter mit einer Mutter auf jeder Seite des Blech befestigen, würde das Pedal statt am Blech zuerst an der pedalseitigen Mutter anschlagen und sich somit die Ruhestellung des Pedals verschieben. Und das kann man nich so einfach hinnehmen. Die Idee is also zwar grundsätzlich nicht schlecht, hat aber nen Haken, der einem erst nach ner Weile drüber nachdenken auffällt...
AvaTar

geschrieben am:
02.07.2019 07:50

Sch... Autokorrektur!!!

Erster Satz nochmal:
wie ich schon schrieb, würde sich dadurch der Endanschlag und damit die Pedalposition und letztendlich der PEDALWEG ändern.

So jetze...
Daniel1

geschrieben am:
02.07.2019 12:02

Gut, nur wichtig ist doch, dass beim Treten des Pedals der Kontakt schließt und das vielleicht ziemlich zeitig.
Wolf412

geschrieben am:
02.07.2019 12:25

Daniel1 ich habe es so wie du es schreibst gemacht, geht bei mir seit Jahren.
AvaTar

geschrieben am:
02.07.2019 16:03

...dann muss doch aber das Bremsgestänge zum BKV völlig neu justiert werden, weil wenn das Pedal nich in seine vorbestimmten Ruhelage kommt, kommt es der Kolben im Hauptbremszylinder schließlich auch nich! Und dann würden die Bohrungen im Inneren des HBZ nicht wie vorgesehen in Ruhelage freigegeben. Ganz abgesehen davon, dass man auch nich mehr den gesamten Pedalweg zum Nutzen hat. Also, ich weiß nich...

@Wolf: ich seh auf Deinem Bild keinen Abstand zwischen Anschlagwinkel Pedal und Anschlagwinkel Pedalbock. Ist das Bild vielleicht älter, bevor da ne Mutter dazwischen kam?

...oder wir reden iwie alle aneinander vorbei!?
1190

geschrieben am:
03.07.2019 16:32

Hallo Avatar, ich möchte nochmal etwas Senf dazugeben, Der Schalter "BK 415" ist wirklich original beim 2140 verbaut(vgl. Rep. Anleitung M 2140, Seite 275, online in der Literatur-Ecke). Die Lada Verwendung ergibt sich aus Strese Böttcher, WHIMS Lada, 4. Auflage, S. 125. Soviel zur Geschichte. Wer "Schalter BK 415" googelt, bekommt auf Anhieb 2 Shops (Hermel, Schinke)gezeigt, die noch die "alte" Bauart anbieten, angeboten aber auch hier als LADA-RG-Schalter. Nun zu Deinem Einstellproblem: Meiner Meinung nach dient der Schalter nicht zur Regulierung des Anschlages des Bremspedals. Der Pedalweg (150-155 mm)wird analog Kupplungspedal durch die Gabel am Pedal reguliert. In deinem Fall könnte der Pedalweg zu lang sein und wäre dann zu verkürzen. (Kontermutter lockern, versplinteter Bolzen raus, Gabel auf den Stößel drehen, dann wieder kontern) Der Leergang zum Freigeben der Bremse ist hierbei nicht gefährdet, im Gegenteil. Idealerweise müsste sich dann ein Abstand des Winkels am Pedal zur Haltelasche des Schalters ergeben, der dessen Einschrauben bzw. Regulieren des Schaltpunktes erlaubt. Die Kontermutter könnte dann mglw. sogar von unten an den Haltewinkel geschraubt werden, was mir logischer vorkäme, bei Dir aber derzeit ausgeschlossen ist, weil der Haltewinkel zugleich als Anschlag fungiert. Sicher einer der Gründe, warum sich Kollegen wundern, dass Du nicht auf die Universalschalter zurückgreifen willst. Letztlich spricht der Umstand, dass der Schalter (von dem wir jetzt wissen, dass er original ist) nur "gerade so" im Haltewinkel greift, dafür, dass das Pedal zu hoch steht, es sei denn, irgendetwas ist verbogen oder es bestehen Fertigungstoleranzen am Pedal- / -block.
Stellt sich heraus,, dass diese Einstellreserve nicht besteht, ist folgendes denkbar: Man musste (nach einer Reparatur) das Pedal so hoch einstellen, damit sich überhaupt ein Leerweg ergibt, dann liegt das Problem bereits in der Einstellung HBZ zum BKV. Daher: Nichts anfassen, was funktioniert! Gruß L.
AvaTar

geschrieben am:
04.07.2019 16:04

...auch meine Meinung: never touch a running system, never change a winning team.
Und Danke auch für die Bestätigung der Originalität dieser Kombi. Auch wenn der noch existente Dichtring iwie doch dafür spricht, dass da mal Hand angelegt wurde...
Aber: Verbogen ist da ganz sicher nix. Die Winkel an Pedal und Pedalbock liegen absolut plan aufeinander, weswegen ich das auch als "Endanschlag" für den Pedalweg betrachte bzw. betrachtet habe. Neu - und für mich geradezu erstaunlich - wäre nach Deinen Überlegungen für mich aber die Tatsache, dass das Pedal demnach gar keinen mechanischen Endanschlag außerhalb des Bremszylinders hätte, sondern dass der Pedalweg einzig und allein vom Bremskolben und dessen maximaler Ausrück-Position bestimmt wäre. Diesem Gedanken mistraue ich dann doch iwie. Denn WENN man den Schalter so in den Winkel einsetzen würde, dass die Mutter auf der anderen Seite (zwischen Pedal- und Pedalbockwinkel) aufzuschrauben wäre, dürfte der pedalseitige Winkel den Schaltstift nur "streicheln", da dieser quasi auf den ersten 'µ' schon Kontakt gibt bzw. wieder löst, längst bevor irgendwelche anderen Teile (Winkel, Mutter, Schaltergehäuse, wasauchimmer) sich mechanisch berühren. Und das hieße, das Pedal hinge quasi frei in der Luft, nur von der Verbindung zum Bremskolben positioniert. Ich glaub auch iwie nicht, dass das Gewinde an der Verbindungsgabel genügend Einstellweg hergibt - sooo viel Gewinde schaut bei mir da gar nit mehr raus. Mir behagt der Gedanke iwie nicht. Trotzdem werd ich mal die Literaturquellen versuchen einzusehen, was und wie da die Pedal-Montage und -Einstellung beschrieben und/oder bebildert ist. Vielleicht wag ich mich da doch mal ran...
Aber iwie bin ich dann doch eher der 'never touch a running system, never change a winning team'-Typ...

Danke an alle "mit-mir-Mitschwätzer"! ;-)
Ciao
Lutz
AvaTar

geschrieben am:
04.07.2019 16:59

KLASSE!
Seite 275 Rep.-Anleitung: Beschreibung mit Schnittbild des Schalters - schön und gut; Seite 233 der Rep.-Anleitung kurze Erwähnung dass es ein Bremspedal gibt und dass es dem Kupplungspedal ähnlich sei, wo aber im Kapitel Kupplung auf die Einstellung dessen höchstens im Kontext eingegangen wird, und darüber hinaus NIRGENDS eine Aussage zur Einstellung des Zusammenspiels von Bremslichtschalter und Bremspedal. Auch in WHIMS und Betriebsanleitung einfach mal NIX!
Scheint gerade so, als ginge man davon aus, dass man das NIE einstellen oder austauschen müsse...
challenge accepted. Ich bleib dran, ob ich da noch was finde...
AvaTar

geschrieben am:
04.07.2019 17:51

Im ET-Katalog der 21xx-Reihen auf Seite 70 (russisch, hier online) wird der Bremslichtschalter als 412-3720010-20 angesprochen UND die zugehörige Kontermutter wird auf der pedalabgewandten Seite - also wie bei mir vorgefunden - dargestellt; ebenso im ET-Katalog des 1500er S. 152 (viersprachig, hier online) und ebenso mit der Darstellung der Mutter auf der pedalabgewandten Seite; und darüber hinaus im ET-Katalog des SL, S.155 (viersprachig, hier online) wo er identifiziert ist als 45 7373 4434 bzw. identisch mit obigen Quellen 412-3720010-20 UND auch hier die Mutter ebenso auf der pedalabgewandten Seite dargestellt.
Außerdem fand ich irgendwo noch eine Notiz, dass der Pedalweg 110mm betragen solle, was Spielraum für die Einstellung des Kontaktpunktes des Bremslichtschalters geben würde, auch wenn sich der Blechwinkel am Pedal und am Pedalbock gar nicht endanschlagsmäßig berühren, ergo der Schalter aus dem Pedalbock-Winkel weiter herausschauen könnte und der Kontaktpunkt tatsächlich nur über das Gewinde an der Verbindungsgabel zum HBZ/BKV eingestellt werden würde. Dummerweise find ich die 110mm-Notiz grad nich wieder, um die Quelle auch genauer festzuhalten. Muss ich noch ma suchen...
AvaTar

geschrieben am:
16.07.2019 09:54

...so denn, Abschluss!

Hab gestern den gelieferten Lada-R-Gang-Ersatzschalter eingebaut. (...einbauen müssen - der von mir modifizierte und mit WD-40 behandelte Schalter "klebte" und schaltete daher nicht mehr zuverlässig genug.)

Auf Basis der Überlegungen von Wolf und allen anderen hab ich mich entschieden, dem Pedal nun doch ne Lücke zwischen den Blechwinkeln zu geben und damit auch den mech. Endanschlag wegzunehmen. Sprich: Ich hab den Schalter gleich mal soweit reingeschraubt, dass das Gewinde auf der Rückseite (zum Pedal hin) grad so bündig kommt - Adé, letzte Rille - und die Kontermutter ist aber dennoch auf der pedalabgewandten Seite, so wie in meinen ersten Fotos, wohl wissend, dass das Pedal in der bisherigen/vorgefundenen Konfiguration den Schalter quasi bis zum Anschlag reindrückt, und der Einschaltpunkt - der ja bei dem Schalter gleich auf den ersten Mikrometern liegt - nur bei extrem stark gedrückten Pedal oder gar nicht mehr erreicht werden würde. Die Einschaltpunkt-Einstellung würde also nicht mehr über den Schalter selbst sondern über die Pedalpositionierung erfolgen müssen. Ergo: Kontermutter an der Verbindungsgabel gelöst, Splint raus, Bolzen raus, Gabel ausgehängt und reingedreht, noch paar Mal probiert und korrigiert, Bolzen wieder rein, Splint rein, Kontermutter an der Gabel wieder festziehen - fertig.
Faktisch habe ich den Einschaltpunkt des Bremslichtschalters jetzt tatsächlich nur über die Länge der Kolbenstange mit der Verbindungsgabel eingestellt, UND mein Bremspedal hat jetzt - was ich ja zuerst gar nicht glauben wollte, dass es so geht - keinerlei Endanschlag-Berührung mehr. Es hängt quasi komplett in der Luft, nur in Position gehalten von der Kolbenstange zum HBZ/BKV.
Nebeneffekt: Brems- und Kupplungspedal stehen jetzt gleich hoch. Bisher stand das Bremspedal iwie vor. Und das tut's jetzt nich mehr.


Ciao
Lutz

PS: Dank an alle!
PPS: den Dichtring hab ich diesmal natürlich gleich weggelassen... ;-)

 

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