AutorThema: Neuling - Was bedeutet dieser Bowdenzug
Buranik

geschrieben am:
27.10.2018 23:17

Hallo an alle,

zu Anfang eine kurze Vorstellung von mir.
Nachdem ich seit zwei Jahren einen ZAZ 968M fahre, konnte ich dieses Jahr nicht anders und habe mir einen Moskwitsch 2140 zugelegt.
Er ist originaler Litauen Import, Erstzulassung 1986 und wurde von mir mit litauischen Kennzeichen nach Hause gefahren. Es ist die sowjetische Binnenmarkt-Variante ohne Parkleuchten und dem kyrillischen Namensaufdruck.
Die Umgewöhnung vom Sapo auf dem Mossi war doch größer als ich dachte, da er vermutlich durch sein immerhin großes Eigengewicht bei nur 75PS behäbiger ist als angenommen. Aber ich habe mich fast ganz eingewöhnt.

Nun einmal zu einer Frage.
Ich habe direkt neben dem Hebel zur Motorhaubenentriegelung einen weiteren Zug mit diesem Zeichen. Was bedeutet das?



Er betätigt einen Hebel:



In der Anleitung ist dieser Hebel nicht zu finden. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.

Beste Grüße
Christian
efb

geschrieben am:
28.10.2018 12:31

Hallo Buranik,

das ist der Heizungshahn. Der sitz meines Wissens bei manchen späten 2140 nicht mehr in der Mittelkonsole. Vielleicht ist das aber auch nur bei den Inlands-Mossis so.

Viele Grüße

Ernst
Buranik

geschrieben am:
28.10.2018 12:43

Hallo,

Danke Ernst.
In der Anleitung habe ich ein Bild ohne weitere Erklärung gefunden, dass man dort Heißwasser in die Karosserie lässt. Was genau soll der Hahn denn machen? Wenn ich die Luftklappe vor der Frontscheibe hochmache, geht ja die Heizung auch. Oder würde man beim Schließen des Hahns nur noch Kaltluft bekommen?

Gruß
Christian

Aus der Anleitung:



Nilson

geschrieben am:
28.10.2018 13:42

Hallo, auf der Zeichnung ist der Wasserhahn zwischen Vergaser und Ventildeckel zu sehen. Auf dem Foto sieht es so aus, wie neben dem Ölmeßstab? Aber egal wo, der Mossi hat ein Wärmetauscher, also die Heizung funzt nur mit Warmwasser, der Sapo hatte ja Luftkühlung.

Gruß Jens
Buranik

geschrieben am:
28.10.2018 16:33

Vielen Dank für eure Hilfe.

Ich habe mich heute mal an die Reparatur des Bowdenzuges gemacht und es probiert.
Den Hahn hatte ich ja bereits vor Tagen mit Öl eingesprüht.
Es ist tatsächlich fühlbar, dass beim Ziehen die Lufttemperatur wärmer wird.

Der Hahn ist auf der Seite wo der Ölmessstab ist.

Gruß Christian
Wolf412

geschrieben am:
28.10.2018 19:04

Hallo, wenn sich dein Auto behäbig fährt dann sind bestimmt von den 75 Pferden ein paar verloren gegangen. Der 1500 Motor ist eigentlich ganz gut unterwegs.

Gruß Wolf.
Buranik

geschrieben am:
28.10.2018 19:53

Also mit behäbig meine ich, dass er sehr schwerfällig ist und ich mir kaum vorstellen kann, wie man an ihn noch einen Wohnwagen hängt. Ich denke aber dass es mit den PS schon stimmen könnte, da ja 75PS zu 1085kg nicht viel ist. Besonders an der Ampel braucht man viel Grundgas damit er sich bewegt. Er fährt sich zum Saporoshez genau gegenteilig. wäre aber bei der Grundmasse durchaus nachvollziehbar.
wowka26

geschrieben am:
28.10.2018 21:00

Also für mich ist das nicht nachvollziehbar...
Eigentlich ist der 412er sehr spritzig. Vor meinem Umbau auf lange Übersetzung habe ich sehr oft sogar den zweiten Gang zum Anfahren benutzt.
Sport-Lu

geschrieben am:
28.10.2018 21:18

Nee,behäbig ist der Mossi nicht.Da wird etwas nicht stimmen.
Vielleicht schreibst du mal grob wo du wohnst.Evtl.ist ja ein anderer Mossi_Fahrer in der Nähe der das beurteilen kann.
Gruss Jörn!
Buranik

geschrieben am:
28.10.2018 21:28

Mit behäbig meine ich vor allem bis er auf Geschwindigkeit kommt und bergauf geht eigentlich nur im 2. sonst beschleunigt er ja nicht.
In meiner Nähe wären nur Steffen Möbius.
Was mir auch immer auffällt, dass man ihn nicht belasten darf bevor er nicht seine 80°C Temperatur hat ansonsten zickt er rum. Aber das steht auch so ähnlich in der Anleitung.
wowka26

geschrieben am:
28.10.2018 22:27

Ich habe da eine vage Vermutung...
Hast du noch den originalen litauischen Fahrzeugbrief?
Was steht da als Typenbezeichnung drin?
Es gab in den 80ger eine "Kolchosenausführung“ für den sowjetischen Markt, Litauen gehörte ja dazu.
Diese Mossis hatten die Bezeichnung 21406 und waren mit flachen Kolben versehen statt elliptischen. Dadurch hatte der Motor geringere Verdichtung und konnte mit 76 Oktanzahl fahren wie jeder LKW in der UdSSR. Solche 2140er hatten demzufolge auch weniger Leidtung und Trommelbremse vorn statt Scheiben.
Vielleicht hast du so einen erwischt und mit 95 Oktan läuft er auch anders...
Ich weiß allerdings nicht ob im litauischen Brief das ersichtlich ist...
Gruß Waldemar
Buranik

geschrieben am:
28.10.2018 23:04

Hallo Waldemar,

der originale Brief wurde leider von der Zulassungsstelle einbehalten. Im originalen TÜV-Gutachten, dass noch gültig ist, steht nichts davon.
Er hat vorne Scheibenbremsen.


wowka26

geschrieben am:
28.10.2018 23:08

Das sieht man auch anhand der Motornummer die am Motorblock eingeschlagen ist.
Die Motorrn mit Flächen Kolben haben als Nummer 412D......., das D deutet auf die Flächen Kolben
wowka26

geschrieben am:
28.10.2018 23:12

Flächen...
Sorry, ich meine flache Kolben
Die Autokorrektur lässt grüßen:-))
Buranik

geschrieben am:
28.10.2018 23:25

Danke für den Hinweis.
Der TÜV Prüfer hat ein Foto vom Typenschild gemacht, weil die falsche Nummer als Fahrgestellnummer eingetragen wurde.

Hier ist meiner Meinung nach ein D zu erkennen.
(original und hervorgehoben)







wowka26

geschrieben am:
28.10.2018 23:31

Nein, auf dem Typenschild ist nicht die komplette Motornummer drauf, nur die Seriennummer des Motors.
Die komplette Nummer ist nur auf dem Motorblock drauf
Buranik

geschrieben am:
28.10.2018 23:54

Hier wäre aber schon zu erkennen, dass es eine Modifikation D ist (?)
Buranik

geschrieben am:
28.10.2018 23:56

Und es stimmen auch noch andere Fakten mit dem Kolchosenmossi überein.
Der Motorschutz vorn zB.

Link
wowka26

geschrieben am:
29.10.2018 00:03

Nein du musst dir den Motorblock anschauen, die Seriennummer auf dem Typenschild ist nur ein Teil der gesamten Motornummer .
Buranik

geschrieben am:
29.10.2018 17:12

Macht denn das Benzin wirklich was aus. Bisher konnte ich das nicht feststellen. Bin Super Plus gefahren. Dass die aus Litauen der Meinung waren, dass er sogar E10 tauglich wäre, habe ich gleich verworfen.
Würde man denn mit 100 Okt-Benizin etwas feststellen bei der geringeren Verdichtung?
Buranik

geschrieben am:
29.10.2018 19:06

Also alle Stellen am Motorblock, die mit einer Lampe beleuchtet werden können sind blank und ohne Kennung. Ich vermute, um das zu sehen, wird man den Motor freilegen müssen.
426

geschrieben am:
29.10.2018 20:20

Hallo christian
Du mußt den Motor nicht frei legen wo du die Motornummer findest steht hier unter Literatur im Buch 2140 das mit 148 seiten und auf Seite 20 steht alles Gruß Rene

Hallo Waldemar

Du hattest geschrieben wegen der Kolchosenausführung ich dachte immer dies ist der moskwitsch 1360 (2138) wegen minderwärtigen benzin aber ich weiß das es den 2140 nieder verdichtet gab den in CZ stand mal vor längerer zeit einer zum Verkauf.
Den habe ich mir angeschaut weil ich dachte es sei ein diesel (scaldia) war aber ein normaler 2140 nur im brief stand 2140D PS Angabe weiß ich nicht mehr kann es sein das die 2140D als Taxi vorgesehen waren wie beim Wolga 2401 oder 2411 den in diesen waren ja auch niederverdichtete Motoren
Gruß Rene

Nilson

geschrieben am:
29.10.2018 21:29

Die motornummer ist unter dem Anlasser.
wowka26

geschrieben am:
29.10.2018 21:45

Hallo Rene,
der 2138 ist indirekt auch eine Kolchosenausführung aber ein Modell für sich. Der 2140D oder russisch 2140Д ist der gleiche wie 21406. Der Begriff Kolchosenausführung kommt von mir, sorry ;-)) wörtlich übersetzt heißt es ländliche Ausführung (сельское исполнение). Die Sache ist die..., es gab damals in der SU nicht überall den Sprit mit 92 Oktan den mit 76 schon, daher war auch die Nachfrage nach solchen Fahrzeugen auch hoch. Aus diesem Grund gab es auch den 408IE und 2138 und natürlich wegen der Umstellung der Prozesse, das letztere dauerte damals Jahre (Übergangsmodelle). Doch dauerhaft zweigleisig zu fahren ist nicht wirtschaftlich und somit musste der 408er Motor auch runter vom Band, es musste ja alles einfacher werden und gespart werden wo es nur geht. So ist der 21406 bzw. 2140Д geboren, den konnte man einfach in die Produktionsabläufe einbinden. Die Trommelbremse war auch fürs ländliche von Vorteil, erstens einfacher zu reparieren und zweitens unempfindlicher gegen Dreck.
Eine Taxi Ausführung kenne ich beim 2140 nicht, beim 412er schon und hieß 412T, hatten eine eigene Lackierung und einen Taxameter verbaut.
wowka26

geschrieben am:
29.10.2018 21:49

wowka26

geschrieben am:
29.10.2018 21:51

Bei der ländlichen Ausführung müsste statt 412Э die Nummer mit 412D bzw. 412Д anfangen

Buranik

geschrieben am:
29.10.2018 21:57

Hallo,

ich muss leider bei meiner Aussage bleiben, nachdem ich nun zentimeterweise den Motorblock abgesucht habe. Im sichtbaren Bereich gibt es keine Kennzeichnung am Motor, auch nicht wie in der Anleitung beschrieben unter dem Anlasser. Der einzige Schriftzug ist der auf dem Foto unten. Daneben ist ja gleich die Lichtmaschine. Weder darüber noch weiter darunter ist etwas gekennzeichnet. Ich denke die Motornummer ist irgendwo verdeckt und wird nur bei Ausbau bestimmter Teile sichtbar.


wowka26

geschrieben am:
29.10.2018 22:00

Den 403 gab es auch als Taxi, hieß auch 403T,
Roman hat seinen 403er als 403T aufgebaut mit passender Lackierung und originalem russischen Taxameter. Ich schaue mal wegen dem Foto...
wowka26

geschrieben am:
29.10.2018 22:20

Hallo Christian,
ich habe vor zwei Jahren einen 408IE mit einem 412er Motor ausgeschlachtet. Der 412er Motor war ja nicht ab Werk drin...
Den habe ich mir gerade angeschaut und kann jetzt auch verstehen wieso du die Nummer nicht finden kannst...
wowka26

geschrieben am:
29.10.2018 22:22

Es ist nämlich gar keine Nummer eingeschlagen...

wowka26

geschrieben am:
29.10.2018 22:27

Da bin ich jetzt auch etwas ratlos...
Ich mache mich mal schlau bei meinem Bekannten in Moskau. Er ist eine wandernde Mossi-Bibliothek, hat früher bei AZLK gearbeitet.
Klaus Köpke

geschrieben am:
30.10.2018 11:05

Die Motorblöcke ohne Nummer kenne ich aus meiner aktiven Zeit.Die neuen,die als Ersatzteil vom Imperhandel Berlin gekommen sind, hatten keine Nummer. Vielleicht ist der Motor mal instandgesetzt worden mit einem neuen Block.
Nilson

geschrieben am:
30.10.2018 11:56

Auf dem Foto kannst du die Nummer auch nicht finden. Die ist weiter recht, auf dem kleinen Sockel. (auf den anderen Bildern von Waldemar gut zu erkennen.
wowka26

geschrieben am:
30.10.2018 12:53

An dieser Stelle hätte die Nummer sein müssen. Habe mit meinem Bekanten gesprochen und er meinte dass die Ersatzmotoren bzw Ersatzmotorblöcke oft ohne Motornummer ausgeliefer wurden.. Christian, der Motor der in deinem 2140 verbaut ist müsste ein Austauschmotor sein, original verbauter Motor hat immer eine Nummer bzw. Seriennummer. Und ohne der Nummer ist es natürlich nur eine Mutmaßung was die Kolben betrifft.

Nilson

geschrieben am:
30.10.2018 17:44

So kenne ich das auch.
426

geschrieben am:
30.10.2018 18:42

Habe mich auch kundig gemacht wegen der Motornummer und habe mit meinen alten Werkstattmeister gesprochen.Er sagte mir das die Werksneuen Motoren immer mit einer Motornummer versehen waren nur nicht in dem Fall wenn das Gehäuse als Ersatzteil gekauft wurde und dieses eingesetzt werden musste weil bei den alten Motorblock das Gehäuse defekt war weil zum Beispiel er ein Bein rausgesteckt hatte, Nach der Reparatur sollte nämlich im neuen Block die Motornummer des alten Motors eingeschlagen werden da jeder Motornummern Wechsel in den KFZ Brief vermerkt werde müßte (jedenfalls in der DDR war es so)
Buranik

geschrieben am:
30.10.2018 19:14

Danke an alle soweit.
Ich bin noch einmal nachts in die Garage, da es mir keine Ruhe gelassen hat. Leider ist der optisch äußere Zustand etwas trügerisch, denn seine lange Standzeit sieht man im Motorraum.
Deshalb ist es so schwer was an Markierungen zu finden. Also bin ich mit einem Ast soweit es ging vorgegangen und habe Oberflächenrost, Schmutz und Öl/Fette entfernt und es zeigten sich tatsächlich erste Andeutungen von Zeichen. Mit dem Stock und einigen Mitteln habe ich sie nun doch freigelegt bekommen.
Waldemar hat wohl Recht mit seiner ersten Vermutung. Wobei sich mir noch nicht ganz erschließt, warum der erste Buchstabe nicht kyrillisch aussieht und die Kombination mit dem E zu bedeuten hat...



426

geschrieben am:
30.10.2018 19:43

Das E bedeutet das internationale Bestätigungszeichen für Aggregate und Baueinheiten des Kraftwagens entsprechend Erfordernissen der aktiven und passiven Sicherheit.
Ist am Kraftwagen ein niedergezüchter Motor eingesetzt, so wird der Buchstabe D am Fabrikschild hinter der Bezeichnung des Kraftwagentyps und am Motor selbst vor der Nummer eingeprägt.
nach zu lesen auch im Moskwitschbuch 2140IE Seite 21
efb

geschrieben am:
01.11.2018 10:01

Ist ja spannend, das ganze. Und die Anwendung eines niedrigverdichtenden Motors fürs Inland als "Nachfolger" des 2138, der ja nur bis 82 gebaut wurde, ist auch logisch. Du kannst ja mal die Kompression messen. Ich könnte mir aber vorstellen, das ein großer Teil der fehlenden "Spritzigkeit" beim Anfahren durch Einstellmängel von Ventilen, Zündung und Vergaser kommt. Ich bin letztens den 408 gefahren, der war mit seinen 50 PS trotzdem nicht träge beim Anfahren...
Buranik

geschrieben am:
01.11.2018 10:59

Danke für eure Hilfe und Antworten.
Bin nun um einiges schlauer geworden. Allerdings irritiert mich, dass die andere PS-Version nirgends verzeichnet wird als offizielle Variante. Generell wird der Moskwitsch immer nur mit 75PS und 140km/h Höchstgeschwindigkeit angegeben. Aber durch das Nachforschen und das Video auf youtube ist vieles besser im Vorhinein zu erkennen.
Москвич 21406 "Колхозник" рассказ: Link

Die äußeren Merkmale wären demnach:
-keine Parkleuchten
-eine Aufhängung unter der vorderen Stoßstange für den Motorschutzgrill
-verstärkte Hinterfeder 9 statt 6 Blätter, angeblich der gleiche Aufbau wie beim Kombi zur Stabilisierung
-keine Radkappen da unsinnig
-keine Scheibenbremsen vorn (bei mir vorhanden)
-angeblich höherer Aufbau
und immer scheinbar erkennbar an der kyrillischen Aufschrift am Heck

Die Zündpunkteinstellung und die Vergaserreinigung wurden gemacht. Zündung mit Schließwinkel. Vergaser Kanäle und Düsen. Mussten mehrmals gemacht werden da er ständig mager lief. Sonst allerdings keine weitere Überprüfung. Jetzt im Winter werde ich auf jeden Fall die Zündung noch einmal abblitzen. In der Zeitschrift "Deutscher Straßenverkehr" stand in einem Test, dass er besser laufen würde, wenn man nicht 10° vor OT nimmt sondern etwas weniger (ca. 5-7°). Ob das stimmt weiß von euch jemand sicher besser.
Sicher ist das auch benzinabhängig. Bei schlechterem Benzin füher muss die Zündung ja im Vergleich zu heute umgestellt werden.
Das Ventilspiel steht noch aus und ich werde das auch selbst machen (0,15 für alle). Beim Sapo muss man hier Ein-und Auslass unterscheiden.

Große Probleme gab es bei allen Werkstätten mit dem unrunden Kaltlauf. Aber das erübrigte sich bei einem Blick in die Anleitung. Der luftgekühlte Sapo ist im Großen und Ganzen sofort einsatzbereit, weil er schneller warm wird und bei 65°C schon betriebswarm ist.
Der Mossi braucht scheinbar unbedingt seine 80°C und vorher eine höhere Drehzahl und an der Ampel immer etwas Choke beim Anfahren. Das haben die Werkstätten bisher übersehen und versucht ihn nach kurzem Einlaufen zu belasten, was er immer mit Stottern und Aussetzern quittierte.

Alles nochmal einen großen Dank für die Hilfe und Hinweise!
efb

geschrieben am:
01.11.2018 12:00

Beim Zündzeitpunkt wäre noch zu bedenken, das, wenn er wirklich niedriger verdichtet, der empfohlene Zündzeitpunkt auch generell anders sein könnte. Wobei ich mir vorstellen könnte, das die Markierung für die Zündeinstellung an der Riemenscheibe Deines Motors das schon berücksichtigt. Kannst Du mal den genauen Abstand der beiden Markierungen an der Riemenscheibe messen?

Generell sollte man nach dem Einstellen der Ventile und des Unterbrechers mit dem Zündzeitpunkt etwas herumprobieren, bis er optimal läuft.

Was die Betriebswärme anbelangt: Starter brauche ich mit dem 412-er auch immer beim Anfahren bis zum völligen Durchwärmen des Motors, das scheint normal zu sein.
Nilson

geschrieben am:
01.11.2018 17:44

Hab meine Zündung auch mit Stroboskop eingestellt, lief danach scheizze. 10 -ner Schlüssel angesetzt, verteilergedreht bis Motor schneller lief und jetzt läuft er viel besser. Auch wenn er kalt ist, nimmt er besser Gas an.

Gruß Jens
Buranik

geschrieben am:
01.11.2018 22:11

Anbei der Text aus dem Testbericht 12/76





Buranik

geschrieben am:
03.11.2018 15:33

Ich habe einmal versucht, den Abstand zwischen den Markierungen zu messen.
Als erstes sieht es so aus, als gäbe es drei mit unterschiedlichem Abstand. Ganz grob in der Form:

I I I

Aber das ergäbe sicher keinen Sinn
Der größere Abstand ist ca. 12mm. Der kleinere etwa 3-4.
Beim Abblitzen ist mir aufgefallen, dass der Zündzeitpunkt im Standgas ohne Abziehen der Unterdruckleitung an der Markierung hier ganz rechts steht. Ich gehe davon aus, dass ganz links OT ist und die daneben eigentlich 10° vor OT.
Buranik

geschrieben am:
03.11.2018 15:35

Leider ist es nicht ganz so abgespeichert worden, wie ich es notiert habe. Hier nochmal die Striche als Skizze mit den Abständen.

I------I---I
-12mm---3/4mm
efb

geschrieben am:
04.11.2018 17:08

Bei mir sieht das so aus. Abstand etwa 12 mm.

Sport-Lu

geschrieben am:
04.11.2018 20:32

Also wäre die linke Kerbe der OT und die rechte der ZZP.
Gruss Jörn!
Buranik

geschrieben am:
05.11.2018 21:37

Das würde bei mir bedeuten, dass er noch vor der 10° Markierung zündet. Allerdings war er dabei auch noch nicht ganz betriebswarm.
Ich versuche das mal zu fotografieren.
Buranik

geschrieben am:
06.11.2018 17:57

So Ernst, heute habe ich einmal ein Foto meiner Riemenscheibe gemacht. Die gelbe Einfärbung kommt wohl von der Werkstatt. Er hat für den TÜV den Leerlauf und die Zündung eigestellt. Ich nehme an, er hat damit versucht die Ansicht auf die Kerben zu verbessern. Allerdings sehen die aus wie 3.
Beim Abblitzen mit dem Stroboskop stellte ich fest dass die im Bild weiße Markierung mit der Markierung übereinstimmt. Ich würde sagen, dass er dann viel zu früh kommt.


Buranik

geschrieben am:
06.11.2018 18:32

Was mich allerdings auch stutig macht, ist der viel zu kleine Schließwinkel, obwohl er im August eingestellt wurde. Oder lese ich das Gerät falsch?
Der Schließwinkel soll lt Anleitung 50-52° betragen. Nach meiner Anzeige komme ich auf 36% was umgerechnet in Grad 32 bedeutet. Damit wäre er viel zu klein(?) Oder mach ich was falsch?



Nilson

geschrieben am:
06.11.2018 20:25

So steht er auf OT.
Buranik

geschrieben am:
06.11.2018 21:54

Ja, Nilson, das wäre OT aber der Zündzeitpunkt ist dort wo die weiße Markierung ist.

Sorry Leute, ich habe bei der Ermittlung des Schließwinkels einen Fehler bei der Geräteinstellung gemacht.

So muss es aussehen:


efb

geschrieben am:
07.11.2018 11:16

Ja, er hat also, wenn die Markierung für den Motor stimmt, Frühzündung (wenn auch nicht viel).
Buranik

geschrieben am:
19.11.2018 16:54

Müsste er nicht viel später stehen wenn man bedenkt, dass der Motor für 76 Oktan ausgelegt ist und man mind. 95 tankt?
Vielleicht auf 7° vor OT?
Daniel1

geschrieben am:
05.12.2018 12:07

Hallo, Buranek, warum sehe ich deine Bilder nicht??? Gruß

 

zurück zur Übersicht