AutorThema: Zündung einstellen
DerMinolPirol

geschrieben am:
03.10.2017 19:32

Hallo Freunde!

kann mir wer sagen, wie man die Zündung per Stroboskoplampe am Moskwitsch 407 einstellt?
Da ich nicht weiß ob man wie für gewöhnlich an der Kurbelwellenriemenscheibe eine Markierung hat und diese anblitzt.
Laut Buch steht irgendwie etwas, das man an der Schwungmasse eine Markierung hat?

Grüße Lukas
Klaus Köpke

geschrieben am:
04.10.2017 18:59

In der Kupplungsglocke ist eine Öffnung(original mal mit einem Deckel versehen den man zur Seite schieben konnte).An der Glocke ist innen in der Öffnung ein "Stachel" zu sehen und auf der Schwungscheibe ist eine Kugel angebracht. Diese beiden Markierungen müssen sich bei laufendem Motor im "Licht" der Stroboskoplampe gegenüberstehen.
DerMinolPirol

geschrieben am:
04.10.2017 22:32

Alles klar, Danke!
Werde ich dann wenns so weit mal ist ausprobieren und einstellen
Steve Sa.

geschrieben am:
27.06.2018 13:12

Hallo,

ich muss dieses Thema nochmal auwärmen.
Ich habe auch einen 407 (mit H-Zulassung)und das Thema Zündung einstellen ist schon irgend wie ein graus :-)

Ich habe anfangs die Zündung so eingestellt das der Unterbrecher öffnet wenn bei ruhendem Motor die Kugel mit dem Dorn übereinander steht. Das habe ich der Bedienungsanleitung so entnommen oder habe ich das da falsch verstanden? Leider macht der gute damit unter last immer wieder Fehlzündungen.

Jetzt habe ich die Zündung wie Klaus schrieb mit dem Stroposkop bei laufendem Motor eingestellt. Er macht nun nur noch ganz ganz selten einen Patscher.

nun meine eigentlichen Fragen

Ist die Markierung nun für gespreizten Fliehkraftregler oder in Ruhestellung.

Könnte mein Patschen aus dem Vergaser noch anderre Ursachen haben?

beste Grüße

Steve
1190

geschrieben am:
27.06.2018 14:52

Hallo, die Markierung auf Schwungrad und Gehäuse bezieht sich auf die Ruhestellung. Deshalb soll bei Einstellung lt. Handbuch auch mit dem Finger auf den Verteilerläufer im Uhrzeigersinn, also entgegen dessen Drehrichtung im Betrieb, gedrückt werden. Die Fliehkraftverstellung wirkt dann in Richtung Frühzündung, man legt hier sozusagen nur den Ausgangspunkt fest.
Weitere Ursachen zu benennen kann schnell in Raetselraten ausarten. Gesetzt der Verteiler ist in Ordnung, Lagerung nicht ausgeschlagen, Gewichte leichtgängig, Federn korrekt... Koennte man, ausgehend vom Kerzenbild prüfen:
1. Vergasereinstellung zu mager, insbes. Schwimmerstand zu niedrig,
2. Falschluft
3. Ventile und deren Spiele, hier lieber grosszuegig einstellen, als zu gering..., mehr fällt mir gerade nicht ein. Da aber die dynamische Zündeinstellung gegenüber der statischen schon eine Verbesserung gebracht hatte, wuerde ich erstmal bei Verteiler und Zündeinstellung forschen. Gruß LK
2.
Steve Sa.

geschrieben am:
28.06.2018 14:07

Also ist die oben beschriebene methode mit dem Stroposkop also doch Falsch ? oder schiebt der der Fliehkraftsteller noch nicht bei Standgas richtung Spätzündung?

Was mit richtig helfen würde wenn mit einer von euch Werte nennen könnte... x Grad bei motor aus y Grad bei laufendem Motor ect. pp gibt es da zufällig irgend etwas genauerres?
1190

geschrieben am:
28.06.2018 23:42

Die Methode mit Stroboskop ist keinesfalls falsch, sogar genauer und verdient den Vorzug, wenn man die Wahl hat. Die Fliehkraftzündverstellung setzt normalerweise erst bei etwa 1000 U/min ein. Um Verfälschungen der Einstellung zu vermeiden, etwas weil die Fliehkraftverstellung doch (etwas) früher einsetzt, soll die ZZP Einstellung mit Strobo bei geringst möglicher Leerlaufdrehzahl erfolgen. Die Unterdruck-Verstellung muss bei dieser Einstellung des Grundzündwinkels ausgeschaltet werden, indem der Unterdruckanschluss am Vergaser oder der Druckdose gelöst wird. Sie verfälscht sonst die Einstellung des Grundzündwinkels.

Die Kenndaten des Fliehkraftverstellers im Verteiler R 109 sind aus dem Rep. Buch M 408 in der Literaturecke ersichtlich, die Verstellwerte beziehen sich dort auf die Verteilerwellendrehzahl, die die Hälfte der KW-Drehzahl beträgt. Diese Daten sind aber nur auf einem Verteiler-Prüfstand nachzuprüfen. Mit dem Stroboskop kann man aber immerhin die Funktion von Fliehkraftverstellung und Unterdruckverstellung grob prüfen, ob sie überhaupt ansprechen. Die angeblitzte ZZP- Markierung muss sich beim Gasgeben (Drehzahlerhöhung) bzw. dann beim wieder Anschließen der Unterdruckleitung entgegen der Drehrichtung von der Gehäusemarke (Stachel) entfernen. Es bietet sich an, Markierungen auf die KW Riemenscheibe und Motorgehäuse zu übertragen, da hier bessere Platzverhältnisse zum Anblitzen herrschen.

 

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