AutorThema: Räder / Reifen M407/1
Rookie51

geschrieben am:
22.02.2017 19:36

Servus,

als frischgebackener stolzer Besitzer eines 407/1 habe ich dringend einige Fragen zum Thema Räder/ Reifen.

Sind die Originalfelgen für schlauchlose Reifen geeignet? (Hump?)
Was ist die maximal zugelassene Reifengröße / Dimension?
Welchen Lochkreis hat der 407? Identisch mit späteren Modellen???

Danke
Hendrik
Igel

geschrieben am:
22.02.2017 23:03

Hallo, vom 407 sind die Räder nur mit Schlauch zu fahren. Erst beim 412 13" Zoll Felgen. Da sieht man auch die Kante in der Felge ( Hump) Gruß Igel
rookie51

geschrieben am:
25.02.2017 03:18

Danke! Dann also mit Schlauch.

Danke
Hendrik
Rookie51

geschrieben am:
19.03.2017 16:48

Servus,

ich schieb meinen Beitrag mal mit einer neuen Frage nach oben.

Welche Reifen fahrt Ihr denn auf dem 407/403???

Montiert sind auf meinem Patienten Pneumant radial 165R15 -tubeless- ;)))

Die müssen natürlich ersetzt werden. Leider finde ich zu der Größenangabe nur sündhaft teure Oldtimerreifen. Mir schwebten eigentlich normale 165/70 R15 vor- nur welche Schulterhöhe ist denn für den Mossi zugelassen??? Da hilft die originale Angabe der 5.60-15 auch nicht weiter....

Können alle modernen schlauchlos Reifen problemlos mit Schlauch gefahren werden???

Danke
Hendrik
Rookie51

geschrieben am:
19.03.2017 16:49

Ach und- radial oder nicht???

Vorteile / Nachteile??

Dank
Hendrik
AvaTar

geschrieben am:
20.03.2017 21:37

Hallo Hendrik,

ich fahre selbst zwar keinen Buckel-Mossi, aber in Sachen Reifen kann ich mit bissel Hintergrundwissen dienen.

Zuerst: in Sachen Standard-Größe hab ich nur eine Quelle gefunden: in einer KFT oder DDSV fand ich eine Tabelle, wo der 5.90-15 Diagonalreifen als Standardgröße genannt wird.
Die Größenangabe bei Diagonalreifen ist dabei nicht so einfach zu durchschauen wie bei Radialreifen. Die ECE-R30, die die Reifengrößen für Europa normt, galt auch schon damals, und sogar die DDR hat sich daran gehalten. Nach dieser Regelung gibt es vier Diagonal-Baureihen: Ballon-Reifen, Niederquerschnittsreifen, Superniederquerschnittreifen und Ultraniederquerschnittsreifen. Die Superlative sind bei Diagonalreifen jedoch eher laue Luft. Denn:
Ballonreifen sind solche, deren Flankenhöhe gleich der Reifenbreite sind - würde einem Radialreifen xxx/100 entsprechen. Solche Ballon-Diagonalreifen tragen üblicherweise Reifenbezeichnungen x.y0-Felgengröße (außer x.50), also zwei Nachkommastellen, deren zweite eine Null ist.
Niederquerschnittsreifen sind solche, deren Flankenhöhe gleich 90% der Reifenbreite sind - würde einem Radialreifen xxx/90 entsprechen. Solche Niederquerschnitts-Diagonalreifen tragen üblicherweise Reifenbezeichnungen x.00-Felgengröße oder x.50-Felgengröße, also zwei Nachkommastellen entweder nur Nullnull oder FünfNull.
Superniederquerschnittsreifen sind solche, deren Flankenhöhe gleich 80% der Reifenbreite sind - würde einem Radialreifen xxx/80-Felgengröße bzw. nur xxx-Felgengröße entsprechen. Solche Superniederquerschnitts-Diagonalreifen tragen üblicherweise Reifenbezeichnungen x.y5-Felgengröße - also zwei Nachkommastellen mit 5 an der zweiten Stelle - oder xxx-Felgengröße mit 'xxx'-Angabe in mm wie ein Radialer.
Ultraniederquerschnittsreifen sind solche, deren Flankenhöhe gleich 75% der Reifenbreite sind - würde einem Radialreifen xxx/75 entsprechen. Solche Ultraniederquerschnitts-Diagonalreifen tragen üblicherweise Reifenbezeichnungen x.y-Felgengröße, also nur eine Kommastelle.

Wenn für den Buckel-Mossi also die Größe 5.90-15 vorgeschrieben ist, muss man sich also an dessen Umfang orientieren.
Du schriebst aber, dass Du irgendwo auf den 5.60-15 kommst.

Beide Reifen gehören zur Ballon-Serie, widerspiegeln also jeweils einen xxx/100-Radialreifen., und zwar grob einen 140/100R15 bzw. einen 150/100R15. Beides gibts natürlich so nicht.

Daher muss man sich an den Abmessungen orientieren, um Alternativen zu identifizieren. Allgemein wird schon mal die Größe 155R15 als Alternative für den 5.60-15 angegeben, und 165R15 ersetzt den 5.90-15.

Für weitere Alternativen, hier die Angaben aus der ECE-R30:
5.60-15 / Mess-Felgenbreite: 4" / Außendurchmesser: 650mm / Norm-Querschnittsbreite: 145mm / Nennfelgendurchmesser: 381 mm
5.90-15 / Mess-Felgenbreite: 4" / Außendurchmesser: 668mm / Norm-Querschnittsbreite: 150mm / Nennfelgendurchmesser: 381 mm
...wobei es da auf den Abrollumfang ankommt (und die Breite nicht unterschritten werden darf)

So stellt man im Vergleich zu den Radialen Austauschgrößen fest, dass diese wie üblich deutlich breiter, dafür aber kleiner sind:
155R15 / Mess-Felgenbreite: 4,5" / Außendurchmesser: 630mm / Norm-Querschnittsbreite: 157mm / Nennfelgendurchmesser: 381 mm
165R15 / Mess-Felgenbreite: 4,5" / Außendurchmesser: 646mm / Norm-Querschnittsbreite: 167mm / Nennfelgendurchmesser: 381 mm

Ein 165/70R15 hätte nur 617mm Außendurchmesser. Könnte der TÜV Anstoß dran nehmen. Ein 175/70R15 hätte 629mm Außendurchmesser, was prinzipiell immer noch zu wenig ist. Und dann wäre da noch der 185/70R15 mit 644mm Außendurchmesser. Der Breitenzuwachs ist für den TÜV grundsätzlich kein Problem, wenn der Reifen nirgends anstößt oder schleift, was man aber leider nicht theoretisch ermitteln kann - DAS muss man ausprobieren. Auch für die H-Zulassung sind die Reifengrößen kein Problem, da 'strich-Siebziger' als zeitgemäß gelten.
Außerdem käm noch der 175R15 in Frage: mit 660mm Außendurchmesser liegt der genau zwischen den beiden Diagonalgrößen.

Allerdings sollte man bei allen Radialen die Felgenfreigabe im Auge behalten. Zwar überspannt die benutzbare Felgenbreite bei den Radialen meist einen größeren Bereich, aber man sollte sich bestätigen lassen, dass die wirklich auf eine 4"-Felge drauf dürfen!

Und: man muss sich im Klaren sein, dass die Optik seines Oldies durch die strich-siebziger-Radialen ziemlich verändert werden kann. Mehr als man vorab meint.

Schlauchmontage von 'tubeless'-Reifen: Zwar prinzipiell möglich und nicht verboten, aber mit Stolperfallen, daher fachgerecht am besten vom Experten (die aber rar gesät sind, wenn es um Schlauchmontage geht.) Die Stolperfallen: Wenn die Reifeninnenseite zu glattwandig ist, können Luftblasen zwischen Schlauch und Reifen eingeschlossen werden, die aber unbedingt vermieden werden sollten. Die Innenseite von Schlauchreifen ist dagegen so gestaltet, dass solch ein Lufteinschluss durch Rippen oder eine rauhe Innenseite gleich mal vermieden wird. Außerdem sind 'tubeless'-Reifen dafür ausgelegt, dass sie am Felgenhorn dicht anliegen. Bei Schlauchmontage ist diese Eigenschaft absolut kontraproduktiv, wenn nicht sogar gefährlich, wenn nämlich die Luft nicht raus kann. Zusammengefasst: Mann muss gut drauf achten, dass die einzige Luft innerhalb des Reifens sich im Schlauch befindet, und es keine Lufteinschlüsse zwischen Schlauch und Felge oder Schlauch und Reifen gibt.
Und ich hatte mal den folgenden Fall, dass der Schlauchlosreifen innen herstellungsbedingte Verstärkungsrippen hatte, die den Schlauch regelrecht aufgerieben hatte. Innerhalb kurzer Zeit beide Antriebsräder platt. Auch das gibts: Die Montage mit Schlauch war erlaubt und völlig legal - und trotzdem gefährlich. Weil bei der Herstellung heute keiner mehr die Schlauchbenutzer im Auge behält. Allerdings sollte das bei speziell für Oldtimer angebotenen Modellen weniger die Gefahr sein, und daher vielleicht Anlass genug, um sich doch diese etwas preisgehobenen Artikel anzuschaffen?

Zum Lochkreis:
Der beträgt 4,5 Zoll = 114,3mm und ist bei allen Mossis gleich.
Ulli

geschrieben am:
21.03.2017 01:14

Diagonal 5.90-15 war auch die Reifengröße des Wartburg 311 (außer Kombi und Transporter).

Vielleicht findet man etwas unter diesem Thema, denn wenn damals die Diagonalgrößen identisch waren, muss ja dementsprechend auch dieses so sein bei modernen bzw. Radialreifen. Nur mal so nebenbei erwähnt.
AvaTar

geschrieben am:
21.03.2017 09:34

Das ist richtig. In der selben KFT (übrigens: 10/76) taucht auf der 311 auf mit der Größe 5.90-15 sowie 6.00-15 und 155SR15 als Radialgröße.
In allen späteren KFT-Listen taucht der 'Buckel-Mossi' gar nich mehr auf, aber der 311er wird noch bissel mitgeschleppt, mit den selben Größen.
In KFT 9/77 ist der Skoda Octavia und Felicia - ja: die alten(!) - mit 15" erwähnt: 5.90-15 oder 165R15

Übrigens: erst in der KFT 10/82 taucht der 5.60-15 für den 311er auf...
AvaTar

geschrieben am:
21.03.2017 10:39

Hm, also ich find da nicht nur "sündhaft teure". Die Angabe 165-15 würde gleichermaßen eine radiale wie eine diagonale Reifenkonstruktion einschließen. Wenn Du aber von 165R15 sprichst, so ist definitiv die Radialvariante gemeint. Und die ist technisch/maßlich identisch mit einem 165/80R15, die nach meinen Recherchen bei etwa 40€ schon losgehn:
reifenvorort: Link
...auch wenn ich um die ganz billigen dann doch einen Bogen machen würde. Aber das ist Geschmackssache.
AvaTar

geschrieben am:
21.03.2017 10:41

...interessant find ich in der Liste vor allem den Vredestein Winterreifen ab etwa 60,- mit dem Oldtimer-Profil.
Wurstblinker

geschrieben am:
21.03.2017 16:15

http://de.reifenwerk-heidenau.com/artikel/43_PKW-OLDTIMER.htm?PHPSESSID=004v6jlpb95t8ds9v3gcnobpa3
Rookie51

geschrieben am:
21.03.2017 21:34

Servus,

Dank an Alle für die rege Anteilnahme!

Den Vredestein Snow Classic hatte ich auch schon auf dem Zettel. In der Größe ist die Luft schon echt dünn- bei Ganzjahres- und Winterreifen.

Neben Euren Infos hab ich heute mal die Freundlichen bei der DEKRA angerufen. War wirklich toll- der Mitarbeiter hat sich viiiel Zeit genommen... Leider ist das Thema Bereifung und Abnahme doch noch sehr viel komplizierter als ich vermutete. Zugelassene Verwendung des Reifens für den Betrieb mit Schlauch und Maulweite der Felge mal als Stichwort. Dazu kommt die fragliche Vergleichbarkeit der Felgendimension von 4 1/2 K 15 mit den aktuellen Normen...

Naja..schaum wir mal. Hat ja alles noch etwas Zeit. Die Unbedenklichkeitsanfrage für die Verwendung mit Schlauch ist schon an Vredestein geschickt... Sollte das klappen- gibt ne Testbestellung + Montage auf Reserveradfelge mit anschließender Vorstellung bei der DEKRA zur Abnahme der Kombination. Danach sollte nix mehr schieflaufen.

Der Luink zu Heidenau ist nett- aber leider produzieren die die Dimension 5.60x15 nicht...und nur die ist in Brief + Bedienungsanleitung angegeben.

Ich schau mal weiter und halte Euch auf dem Laufenden...

Nochmals Danke!
Hendrik
AvaTar

geschrieben am:
21.03.2017 21:57

Hi Hendrik,
dass nur die eine Größe drin steht, ist heute normal und kein Zwang, sich auf die eine Größe beschränken zu müssen. Alle für ein Fahrzeug allgemein zugelassenen Größen aus der Fzg-Typgenehmigung gehen ohne Abnahme. Für die Buckel-Mossis sind das vermutlich genau die bisher genannten: 5.60-15, 5.90-15 und 165-15 (was den 165/80R15 mit einschließen würde) Auch wenn sich Dein Dekra-Grünkittel viel Zeit genommen hat - was lobenswert ist - so hat er vermutlich dennoch nicht tief genug gegraben, denn sonst hättest Du von ihm genau diese Antwort erhalten müssen. Die strich/Siebziger-Vorschläge dagegen müßten allesamt frisch eingetragen werden - was aber prinzipiell auch kein Problem ist, wenns der Prüfer nich zu einem macht.
Rookie51

geschrieben am:
21.03.2017 22:12

Servus,

also den 155/80R15 hatte er sofort zugesagt.

Beim 165/80R15 war er sich nicht wirklich sicher... Stichworte: Maulweite der Felge, Tacho...Aussendurchmesser uswusf.

Die Größe 5.60x15 ist im DDR Brief und der Betriebsanleitung von 1960 vermerkt..und nur diese Größe! Andere offiziell zugelassene Größe konnte ich nicht finden...

Grüße
Hendrik
AvaTar

geschrieben am:
22.03.2017 07:29

Hi Hendrik,
da der 5.90-15 in der KFT-Tabelle auftaucht, war er Teil der DDR-Betriebserlaubnis und muss gemäß Einigungsvertrag auch heut noch erlaubt sein.
Der 165/80R15 = 165-15 ist offizielle Ersatzgröße für diesen, obwohl er - siehe meine Ausführungen oben - kleiner im Umfang ist. Jedoch trifft er - siehe erneut meine Ausführungen oben - zufälligerweise den Umfang des 5.60-15, was klar belegt, dass er ohne Tachokorrektur gefahren werden kann. Außerdem hast Du den ja auch schon auf Deinem vorgefunden, was Dir zeigt, daß Du Dir um das Mehr an Reifenbreite gegenüber den Diagonalen keine Sorgen in Sachen Karosseriekontakt machen musst.
Und dass der 165er auf die 4"- oder auch 4,5"-Felge drauf darf, sagt Dir der Herstellers mit seiner Freigabe. (Wobei das Thema Schlauch noch mal ein ganz anderes ist.)

Mich ärgert es immer wieder, wenn ich höre/lese, wie die Grün- und Blaukittel vom Dienst um das Thema Reifen mehr Verwirrung als Aufklärung stiften. Eigentlich ist es sooo einfach: Minimalgröße steht im Brief - und zwar heute standardmäßig nur noch die - und es darf alles drauf, was breiter ist und nirgends schleift und keine Tachokorrektur erfordert. Wobei es da in der Fzg-Typgenehmigung immer schon ein Set von Dimensionen gibt, die nicht mal eingetragen werden müssen. Trägst und Speedindex richten sich nach eingetragenen Achslasten und Höchstgeschwindigkeit - letzteres außer bei Winterreifen. Fertig der Lack. Das hat uns die EU mal ausnahmsweise als was positives übergebügelt. Die Zeiten, als noch jede Einzelgröße ein eigenes Gutachten mit allem Pipapo und Stempel brauchte, mag manchem Grün- und Blaukittel noch im Gedächtnis rumschwirren, sind aber heut dank EU längst vorbei...
AvaTar

geschrieben am:
22.03.2017 07:32

Vorletzter Satz: Traglast und Speedindex...
rookie51

geschrieben am:
23.03.2017 10:38

Servus,

kannst du mir eventuell die genaue KFT Ausgabe mitteilen???

Macht sicher mehr Eindruck, wenn man mit Originalliteratur zur Abnahme aufkreuzt...

Danke
Henrik
AvaTar

geschrieben am:
23.03.2017 11:12

DDSV 10/76

AvaTar

geschrieben am:
23.03.2017 11:15

Hi Hendrik,

ich gehe davon aus, dass Du für 5.60-15 sowie 5.90-15 und 165-15 (incl. des 165/80R15) keine Abnahme brauchst, weil die Bestandteil der Fzg-Typgenehmigung sind bzw. sein sollten. Wenn doch, so ist die Meinung über alte Zeitungsausschnitte seeehr geteilt unter den Gutachtern.

Die Zeitung, die mir vorliegt ist DDSV 10/76 - hab extra nochmal nachgeschaut: nicht KFT, sondern DDSV! Da ich nur Literatur zum 2140 sammle, hab ich da aber nix früheres und auch sonst nix spezielles zum 'Buckel-Mossi'.
Das hilft Dir aber auch nur bedingt, denn dort steht auch nur der 5.90-15 drin.
Obwohl die Tabelle etwas missverständlich ist, und man könnte es auch so verstehen, dass auch 13"-Felgen auf den 403/407 drauf dürften, wenn man die Darstellung so liest, als wäre 403/407 und 408 ohne IE gemeinsam gemeint - denn wieso sonst sollte ein Unterschied zwischen 408 und 408IE gemacht werden. Andererseits: ein 165R13 auf dem 'Buckel-Mossi' ??? Kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen! Zwischen 5.90-15 und 165R13 liegen auch wieder 12 % Unterschied (668 zu 596 mm Außendurchmesser) Und wieder Andererseits: auf dem 412/2140 ist ja eine ähnliche Spanne erlaubt, vom 6.40-13 bis zum 175/70R13...
AvaTar

geschrieben am:
23.03.2017 11:34

...interessant ist eigentlich auch das Vorwort des Artikels. Denn einerseits ist dort aucdrücklich von Reifen für die Nachrüstung die Rede, was impliziert, dass man nicht zwingend auf die Originalbereifung eingeht. Andererseits wird geschrieben, dass man Diagonalreifen auch auf Nicht-Hump-Felgen schlauchlos fahren sollte. Das war bzw. ist mir jetzt auch neu...

artur

geschrieben am:
04.02.2018 10:44

artur

geschrieben am:
04.02.2018 10:47

Felge vom 412er

artur

geschrieben am:
04.02.2018 10:48

Felge vom 412er

artur

geschrieben am:
04.02.2018 10:49

artur

geschrieben am:
04.02.2018 10:51

Hallo mitenander,
mal eine Frage, ist das eine Felge für Schlauchlose Reifen (mit Hump)? Ich denke mal ehr nicht oder?
wowka26

geschrieben am:
04.02.2018 13:34

Hallo,
das ist schon ein Hump aber leider nur auf der Außenseite, um Schlauchlose Reifen sicher zu verwenden muss der Hump auch auf der Innenseite der Felge sein.



viele Grüße
wowka26

geschrieben am:
04.02.2018 13:38

Es gibt aber eine Lösung des Problems, man kann die Humps aufschweißen lassen, ca. 20,- Euronen pro Felge.

hier z.B. eine Adresse:

http://www.lim-felgen.de/service-produktion.html
chris601

geschrieben am:
04.02.2018 13:53

Für den Trabant gibt es eine (Werks-?)Vorgabe, dass auf Felgen ohne Hump auch schlauchlos gefahren werden darf.
Ich könnte mir gut vorstvorst, dass es so etwas auch für den Mossi in der DDR gab.
Das sollte sich dann irgendwo in der DDR-Literatur finden lassen.
Oder kann man das ausschließen?
wowka26

geschrieben am:
04.02.2018 15:15

in der Reparaturanleitung Moskwitsch 408 auf der Seite 300 steht das auch schlauchlose Reifen angewandt werden können.

Bei meinen Versuchen mit schlauchlosen Reifen haben 3 von 8 Felgen die Luft nach einer Woche komplett verloren. Es kommt auf die einzelne Felge an bzw. wie gut diese verschweißt ist.
Am sichersten ist es wie ich denke die Humps aufschweißen, die Schweißnähte glätten und danach lackieren oder pulvern lassen.
Ich fahre im Moment eigentlich auch nicht auf der sichersten Seite, schlauchlose Reifen mit Schläuchen drin. Das mit dem Aufschweißen habe ich leider zu späht erfahren, da waren meine Felgen schon lackiert. Mittlerweile habe ich schon über 7 tkm so hinter mir und noch keine Probleme gehabt. Aber vor dem Saisonstart werde ich die Reifen mal runtermachen um zu schauen ob die Schläuche irgend welche Scheuerstellen haben.

viele Grüße Waldemar

Klaus Köpke

geschrieben am:
04.02.2018 19:15

Ich habe die Felgen von meinem 2140 pulvern lassen und fahre seitdem schlauchlos ohne Probleme
artur

geschrieben am:
04.02.2018 19:33

ok, dann also wieder mit Schlauch. Das mit dem Schweissen ist natürlich ein ganz schöner Aufwand. Das lohnt sich denk ich nur, wenn man vor hat, die Felgen neu Aufzubereiten. als Reifen habe ich die Grösse 175/70 R13 im Auge. mit was für Grössen fahrt ihr so beim 412er?
wowka26

geschrieben am:
04.02.2018 20:15

ich habe mich für 165/80R13 entschieden.

sieht so aus:

artur

geschrieben am:
04.02.2018 20:21

Top! sind die Orginal Weisswand oder haste da nachgeholfen?
wowka26

geschrieben am:
04.02.2018 20:44

Das sind Weissringreifen original.

Maxxis MA-1 165/80R13
kosten ca. 660-70 Euro das Stück

mein Mossi läuft ganz gut mit dieser Bereifung, kann mich nicht beklagen.
wowka26

geschrieben am:
04.02.2018 20:50

660... ups
soll 60-70 heißen

artur

geschrieben am:
04.02.2018 21:10

...habe gerade mal in den älteren Foren nach geschaut wo es auch um Reifen ging und gelesen das viele Schlauchlos unterwegs sind mit nur einen "Hump" da meine Felgen eigentlich gut Sandgestrahlt und Lackiert wurden, werde ich das mal mit Schlauchlosen Reifen testen.
AvaTar

geschrieben am:
05.02.2018 13:57

Hi Leute,

Arturs Bild zeigt eine typische Single-Hump-Felge; das Beispielbild von Wowka zeigt die "moderne" Doppelhump-Version, die es für den Mossi nicht wirklich gibt. In der europäisch/deutsch normierten Bezeichnung wäre die Single-Hump-Felge an einem einzelnen "H" in der Benennung erkennbar, und beim Trabi und Wartburg war das meines Wissens auch so. Während die Doppel-Hump-Felge ein "H2" im Namen hatte, was ich u.a. aus dem VW/Audi-Teileregal so kenne.

Grundsätzlich dürfen/sollen Schlauchlos-Reifen nur auf Hump-Felgen montiert werden, wobei sich dies sowohl auf die Single- als auch auf die Doppelhump-Felge bezieht. (...und ich dabei aber nichts spezielles über Diagonalreifen kenne, außer obigem Zeitungsausschnitt.) Natürlich bietet die Doppelhump-Felge da mehr Sicherheit, denn tatsächlich soll der Hump bzw. die Humps dem möglichen Abrutschen der Reifen von der Felgenflanke bei nachlassendem Reifendruck entgegenwirken und damit einen plötzlichen totalen Druckverlust verhindern. Da aller die Außenflanke eines Rades/Reifens physikbedingt immer die stärker belastete Seite darstellt, wird im Normalfall nicht zuerst die Innenflanke abrutschen, sondern wird eben zuerst die Außenflanke nachgeben, weshalb sie den Schutz durch den Hump um ein Vielfaches nötiger hat. Ergo: Single-Hump genügt, solange der nur außen ist!

Davon dass sich Humps durch Aufschweißen nachrüsten lassen, hab ich noch nie was gehört, klingt aber iwie logisch und sinnvoll - nur dass sich dies von außen nie nachvollziehen lassen wird, weder durch die erkennbare Einprägung im Material noch in der Felgenbezeichnung (sofern die überhaupt von außen lesbar wäre; beim Mossi steht es nämlich am inneren Boden des Felgenbetts!) Man wird daher auch mit einer nachgeschweißten Hump-Felge zumindest theoretisch beim TÜV anecken können. Andererseits herrscht gerade dort soviel Unkenntnis und gefährliches Halbwissen, dass es mir immer wieder schaudert, dass ausgerechnet diese Vereine über Wohl und Wehe unserer Fahrzeuge entscheiden müssen.

Stichwort TÜV & Trabi: der ist streng genommen der einzige, der Schlauchlosreifen auf Nicht-Hump-Felgen tragen darf. Streng genommen nicht mal all die DDR-Derivate, die auch die Trabi-Felge benutzten, wie etwa viele DDR-Anhänger. Grundlage hierfür ist eine mir nicht schriftlich vorliegende KTA-Freigabe, die aber in einem der obigen Artikel zitiert wird und damit verbunden der Einigungsvertrag (sic!), der den rechtlichen Fortbestand aller technischen DDR-Vorschriften regelte (es sei denn sie worden explizit im einzelnen aufgehoben.)
Deswegen muss zum Beispiel ein DDR-Mossi und ein gleichalter West-Export-Mossi oder ein russischer aktueller Eigenimport gleichen Baujahres unter Umständen unterschiedlich mit Sicherheitsgurten ausgestattet sein, weil der West-Mossi und der Eigenimport den West-Vorschriften dieser Zeit genügen muss während der DDR-Mossi durch den Einigungsvertrag in seinem davon abweichenden Status geschützt ist.
efb

geschrieben am:
05.02.2018 19:02

Meine Erfahrungen: Ich habe nach ettlichen Reifenpannen mit Schlauch irgendwann auf schlauchlos umgerüstet. Der Reifenmann sagte mir, das ich einen Hump habe und der genüge. Er musste aber bei manchen Felgen ein etwas anderes Ventil einsetzen, da die Ventilbohrung für den Standard zu groß war (nicht bei jeder Felge). Nach der Umrüstung NIE wieder ein Problem und ich habe einen für Mitfahrer sehr gewöhnungsbedürftigen Kurvenfahrstil, will sagen, die Reifen müssen oft was aushalten... Ich kann jetzt aber nicht sagen ob mein einer Felgen-Hump innen oder außen ist!
artur

geschrieben am:
05.02.2018 20:51

Danke Avatar für diese detalierte Beschreibung/Aufklärung. Ich war bei 2 verschiedenen Reifendiensten.
Ich habe auch festgestellt das selbst Reifendienste nicht über das nötige Fachwissen verfügen. Bei denen heist es nur "das bei Oldtimer keine Schlauchlosen Reifen gefahren werden dürfen" und fertig sind sie.
Warscheinlich auch nur alles noch "Teile- wechsler" :-( Mit der "Materie" zu beschäftigen tun die sich auch nicht.
Freundliche Grüsse aus EF
artur

geschrieben am:
05.02.2018 20:53

...dir efb, natürlich auch "danke" für die Info!
DerMinolPirol

geschrieben am:
17.02.2018 21:07

Hallo,

Rookie51.. was welche Reifengröße hast du dich nun entschieden? Da ich nun auch einen Satz brauche :)

Beste Grüße
Lukas
Rookie51

geschrieben am:
18.02.2018 11:19

Hallo Lukas,

mit dem Mossi bin ich noch nicht wirklich weiter.
Probeweise montiert hab ich den Vredestein SnowClassic 165SR15 tubeless (mit Schlauch).

Telefonisch hab ich schon das ok vom Prüfer...später kam dann aber die Aussage, daß Bereifung grundsätzlich nur montiert am und mit dem Fahrzeug abgenommen wird...

Wegen anhaltender Teilebeschaffung und anderer Projekte liegt der Mossi noch auf Halde. Und zuerst wird geschweißt...

Grüße
Hendrik
DerMinolPirol

geschrieben am:
19.02.2018 09:40

Hallo Hendrik,

okay, denn wenn ich wie auf meinem verbaut die 5.60-15 suche, sind diese ja sehr sehr teuer.
Es ist ja leider auch nicht klar, was nun die bessere Lösung wäre als andere Variante
155/80 R15
165/80 R15

mfG
AvaTar

geschrieben am:
19.02.2018 11:35

...ich darf mich mal einmischen?? Beim Thema Reifen tu ich das nur all zu gern:

Beide Reifenvarianten werden die Optik Deines Mossi grundsätzlich beeinflussen. Der 5.60-15 diagonale Ballonreifen entspricht etwa einem 140/100R15 Radial, also sind beide von Dir genannten Radialgrößen schon mal merklich breiter. Und außerdem aber auch noch in Umfang kleiner. Das wird sich in der Optik deutlicher niederschlagen, als es die bloßen Zahlen vermuten lassen. Um die ursprüngliche Optik wiederzuerlangen, die man im verschwommenen Auge der Erinnerung hat, kommt man um Diagonale fast nich drum rum. Nimmt man die geänderte Optik in Kauf, muss man sich entscheiden: 155R15 sind schmaler, was diesbezüglich näher am Original ist, dafür aber auch recht deutlich erkennbar kleiner im Umfang - kann sogar darin münden, dass der Tacho für den TÜV zu weit abweicht. 165R15 sind im Umfang nicht so weit weg vom Original, was diesbezüglich näher am Original ist, dafür sehr deutlich erkennbar breiter.
5.60-15: genormter Außendurchmesser 650mm
165R15: genormter Außendurchmesser 646mm
155R15: genormter Außendurchmesser 630mm
(Achtung! Radiale Reifengrößenangaben ohne /xx vor dem "R" entsprechen immer einem .../80R...)
Ich denke, der 165er wird möglicherweise optisch zu wuchtig daherkommen, was aber vom einzelnen Produkt abhängig sein kann.
Rookie51

geschrieben am:
19.02.2018 11:46

Moin,

zum Ein- bzw. Mitmischen ist doch ein Forum da...oder? ;)

Meine Entscheidung für den SnowClassic fußt auf einer Kombination aus ungewöhnlichem Profil, Wintertauglichkeit, Abrollumfang (TÜV / Tacho) und Preis / Leistung.
Das sich dabei die Reifenbreite vom historischen Original entfernt ist mir bewußt. Ich finde die schmalen 15Zöller sehen aber auch etwas nach Spalttablette aus...

Grüße
Hendrik
AvaTar

geschrieben am:
19.02.2018 11:58

...was daran liegt, dass die Diagonalreifen technisch bedingt seitlich mehr ausbauchen (werden nicht umsonst auch als Ballon-Reifen bezeichnet) während Radialtypen an den Seiten eher gerade = tablettenförmig sind.

Vredestein kümmert sich (noch) recht rührend um die Oldie-Szene. Die haben übrigens auch als einziger mir bekannter einen .../100-Radialen im Programm - zumindest in 13 Zoll: nennen die 6.40R13; also vorne dran noch mit eigentlich diagonal-Bezeichnung.
kat

geschrieben am:
19.02.2018 23:20

Noch ein Hinweis: Bei den Schlauchlos-Reifen muss man zwischen Diagonal und Radial unterscheiden. Schlauchlose Diagonalreifen durften zu DDR-Zeiten auch auf Felgen ohne Hump gefahren werden (z.B. hatte der Skoda 1000 MB werksmäßig schlauchlose Diagonalreifen auf den 14-Zoll-Felgen ohne Hump), wogegen schlauchlose Radialreifen nur auf Humpfelgen verwendet werden durften, mit der bereits erwähnten Ausnahme des Trabant.
AvaTar

geschrieben am:
20.02.2018 08:39

Ist bekannt - siehe auch hier:
kat

geschrieben am:
20.02.2018 10:50

Sorry, hatte übersehen, dass Du das schon gepostet hast.

Habe hier noch Scans der Umrüstliste A gefunden:
https://forum.radio-oldtimer.de/viewtopic.php?f=10&t=6402&p=17860#p17860

Der Moskwitsch steht da zwar nicht drin, aber es gab ja auch andere Autos mit 15-Zoll-Rädern.
mbtv60

geschrieben am:
21.02.2018 16:57

Ich hatte einige Ausfälle, als ich mit Schlach unterwegs war, die Reifen waren innen so rauh, dass immer ein Schlauch regelrecht aufgerieben wurde. Ich hatte dann pulverbeschichten lassen und Ruhe war, mit Schlauchlosen.
Gruss, Hartmut (Ex-Mossi-Besitzer)
DerMinolPirol

geschrieben am:
21.02.2018 17:48

Also laut der Umrüstliste wurde für den 5.60-15 wie schon oben desöfteren gesagt der 155R15 und der 165R15 als Alternative vorgeschlagen. Ich werde dann wohl den 155/80 R15 oder 165/80 R15 nehmen. Hätte auch den 5.60-15 genommen, ist mir aber um einiges zu teuer

 

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