AutorThema: Brandgefahr
papemeernach

geschrieben am:
04.03.2015 10:54

Wie wir ja alle wissen, hat der Moskwitsch im Armaturenbrett ein Amperemeter. Der Strom wird in Reihe gemessen, also ist das Amperemeter zwischen Lichtmaschine und Anlasser geschaltet. Das bedeutet, daß der tatsächliche Lade- oder Entladestrom durchs Armaturenbrett fließt!
Ich schätze die Anzeige des Amperemeters sehr. Man hat immer einen sehr genauen Einblick in die Betriebsverhältnisse der elektrischen Anlage.
Aber: Irgendwo habe ich gelesen, daß diese Art dieser Schaltung eine nicht zu unterschätzende Brandgefahr birgt.
Was sind eure Erfahrungen zu dieser Problematik?
Mir sind keine deswegen abgebrannten Mossis bekannt.
Welche vorbeugenden Maßnahmen können getroffen werden?

Vielen dank für die Informationen...
tom

geschrieben am:
04.03.2015 12:37

Es hat deswegen schon abgebranntes Mossis gegeben. Man sollte die Anschlüsse des Amperemeters auf festen Sitz kontrollieren, dann gibt es keine Probleme.
Wurstblinker

geschrieben am:
04.03.2015 16:31

Ich hatte auch schon einige Tachos mit verformten und herausgeschmolzenen Amperemeterbolzen in der Hand, aber persönlich damit noch keine Probleme.

Besser ab und zu die Anschlüsse nachziehen.
Rüdiger

geschrieben am:
10.03.2015 19:59

Hallo,
ich kenne das Problem nicht, ist das bei allen Moskwitsch. Habe bei meinem Ampermeter noch nie nachgesehen.
Gruß
Rüdiger
mbtv60

geschrieben am:
10.03.2015 20:59

Amperemeter ist typisch russisch. Die Kabel haben ordentliche Aderendösen,auf Stehbolzen geschraubt. Das Ganze im Original mit Feder-ring,Unterlegscheibe und Mutter gesichert.
Konnte sich nicht verselbstständigen, es sei denn, man hat nach dem Lösen eine Scheibe fallenlassen und nicht mehr draufgetan. Das hat sich irgendwann gerächt. Die Russent- echnik mag manchem primitiv vorkommen, aber Selbsthilfe und Lebensdauer waren sprich-wörtlich. Bei drohendem Ausfall konnte man einen Anschluss auf den anderen legen und es ging ohne Anzeige weiter, man kam aber immer nach Hause.
Ohne ADAC eben...

Gruss Hartmut
papemeernach

geschrieben am:
11.03.2015 20:17

Soweit so gut, die Anschlüsse müssen fest sein, das ist klar. Aber könnte es nicht sein, daß das Amperemeter selbst Wuzel für eine eventuelle Brandgefahr sein kann? Vielleicht sind manche den Stromspitzen z.B. bei mehreren vergeblichen Startversuchen oder übermäßig langem Betätigen des Anlassers nicht gewachsen. Das ist meine Vermutung. Entspricht das der Realität? Was denkt Ihr darüber? Ich habe überhaupt keine Lust auf einen abgebrannten Mossi. Deswegen die Überlegungen...

Viele Grüße
R.Pape
ecki

geschrieben am:
11.03.2015 20:31

Hallo,
Der Anlasserstrom fließt nicht uber das Amperemeter, würde es vermutlich aufglühen lassen ....
Im Normalbetrieb ist der Strom über das Amperemeter, +-0, vorausgesetzt die Verbraucher sind auf der richtigen Seite angeschlossen. Hohe Ströme fließen nur bei starken Verbrauchern und Stillstand der Lichtmaschine, oder bei einer sehr stark entladenen Batterie und wenig Verbrauchern. Übrigens ist das Hauptkabel von der Batterie zum Amperemeter mit glaube mal 4 mm² auch nicht gerade üppig bemessen, auch da und vor allem bei den Anschlüssen wäre ein potentielles Risiko zu suchen. Aber wie gesagt, im Normalbetrieb sind die Ströme eher gering. Die Dauer einer Strombelastung ist auch ausschlaggebend für die Erwärmung einer Schwachstelle.
Verschmorte Kontaktbolzen am Amperemeter habe ich schon öfter gesehen, aber defekte Amperemeter selbst noch nie.

Grüße
Lutz
mbtv60

geschrieben am:
11.03.2015 21:20

Lutz hat Recht. Der Anlasser zieht sich den Strom über den Magnetschalter direkt aus der Batterie, nur dessen Strom geht über das Zündschloss und damit auch über das Amperemeter. Ich habe aber keine Angst, dass mir die Bude abbrennt, denn damit fuhren die Mossis ja über Generationen.
Gruss Hartmut

P.S. Bei jedem Multimeter, wo Messbereich 100
dransteht gehen auch 100A drüber. Ein Drehspulintrument kann auch den Spannungabfall über einen Messwiderstand anzeigen und auf der Skala steht 100A.
Nilson

geschrieben am:
04.03.2020 10:20

Ich kenne jetzt zwar auch kein Mossi, der deswegen abgebrannt ist, aber trotzdem hat mir dieser Thread keine Ruhe gelassen. Bei mir muß leider die Windschutzscheibe getauscht werden, um besser ran zu kommen hab ich daher das Armaturenbrett ausgebaut. Neugierig wie ich bin sofort die Anschlüsse an den Armaturen überprüft und siehe da, alle Kabel locker!!!
Die Tachowelle war sogar noch verblompt.

Gruß Jens
wowka26

geschrieben am:
08.03.2020 19:28

ich würde gerne meine Erfahrung mit geschmolzenem Gehäuse am Amperemeter mit euch teilen.
Das war vor ca. 2 Jahren als ich es am Tacho gemerkt habe. Da dachte ich auch gleich an lockere Anschlüsse und war über mich erst auch selbst verärgert, habe schließlich alles selbst bei der Restauration eingebaut und verdrahtet.
Als ich das Armaturenbrett demontiert habe konnte ich keine lockeren Verbindungen finden, alles war fest. Obwohl alles fest war erhitzte sich die rote Leitung zwischen Amperemeter und Zündschloss, je länger der Mossi lief um so heißer wurde die Leitung und zwar vom Zündschloss ausgehend, das konnte ich ertasten sogar. Daraufhin habe ich ein anderes Zündschloss eingebaut, leider ohne Erfolg. Nach langem hin und her habe ich die Quetschverbindung der Öse am roten Kabel aufgebogen und erst dann gesehen dass die Adern des Kabels total oxidiert waren, war äußerlich überhaupt nicht ersichtlich. Wohl gemerkt, ich habe bei der Restaurierung einen neuen Kabelbaum (aus UDSSR Zeit und kein Nachbau) verbaut.
Nach dem ich den Kabelschuh mit Öse wieder aufgequetscht habe und zusätzlich verlötet habe erwärmt sich an dieser Stelle nichts mehr.
Aus Gewohnheit lange ich aber immer noch während der Fahrt hin und wieder an die Klemme am Zündschloss um zu fühlen ob noch alles in Ordnung ist ;-))

Viele Grüße
Waldemar
wowka26

geschrieben am:
08.03.2020 19:29

Wie gesagt, es sind nicht immer lockere Anschlüsse schuld.

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